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Klimawandel Merkel und Hollande dringen auf Weltvertrag

Frankreichs Präsident Hollande kommt nach Berlin, um mit der Kanzlerin für den Klimaschutz zu kämpfen. Umweltschützer warnen vor einem Flop beim UN-Gipfel in Paris – den Preis müssten die Ärmsten der Armen zahlen.
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Paris und Berlin riefen das Ziel aus, dass die Welt in den nächsten Jahrzehnten komplett auf Öl, Gas und Kohle verzichten und der  Energiehunger komplett aus Erneuerbaren Energien gestillt werden soll. Quelle: Reuters
Hollande und Merkel

Paris und Berlin riefen das Ziel aus, dass die Welt in den nächsten Jahrzehnten komplett auf Öl, Gas und Kohle verzichten und der Energiehunger komplett aus Erneuerbaren Energien gestillt werden soll.

(Foto: Reuters)

Berlin Deutschland und Frankreich machen Druck für einen ehrgeizigen Weltklimavertrag. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande riefen in Berlin die Industrieländer auf, alles zu tun, damit beim UN-Gipfel im Dezember in Paris ein verbindliches Abkommen für über 190 Staaten erzielt werden kann.

Beim Petersberger Klimadialog kündigte die Kanzlerin am Dienstag an, dass Deutschland mehr Geld geben will. Die Hilfen für arme Länder, um sich gegen Dürren, Stürme und Überschwemmungen zu wappnen, sollen von heute jährlich zwei Milliarden auf vier Milliarden Euro verdoppelt werden. Beim G7-Gipfel Anfang Juni auf Schloss Elmau will Merkel auch die westlichen Partner überzeugen, dem Beispiel zu folgen: „Aber auch da sind wir noch nicht ganz so weit“, sagte sie.

Die Industrieländer hatten schon vor sechs Jahren in Kopenhagen zugesagt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar (87 Milliarden Euro) öffentliches und privates Geld für Entwicklungsländer zu mobilisieren. Bisher sei gerade mal ein Drittel erreicht, monierte Merkel. Es fehlten noch 70 Milliarden US-Dollar. „Da müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes an vielen Hebeln ansetzen.“

Auch Hollande betonte, ohne ein Finanzierungsmodell „wird es kein Abkommen geben“. Lange vor Paris müssten alle Vorbedingungen geklärt sein - auf das Prinzip dramatischer Nachtsitzungen wolle er verzichten, meinte Frankreichs Präsident. Viel Zeit bleibe nicht mehr: „Die Uhr tickt.“

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