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Kolumbien Farc-Guerilla vollständig entwaffnet

Die Farc-Guerilla hat alle Waffen den Vereinten Nationen übergeben. Damit endet ein über 50-jäjriges blutiges Kapitel der kolumbianischen Geschichte. Aus den Waffen der Guerilla-Kämpfer sollen Denkmäler werden.
27.06.2017 - 07:15 Uhr Kommentieren
Mitarbeiter der Uno haben die Waffen der einstigen Guerilla-Kämpfer eingesammelt. Quelle: AP
Waffen eingesammelt

Mitarbeiter der Uno haben die Waffen der einstigen Guerilla-Kämpfer eingesammelt.

(Foto: AP)

Bogotá Nach über 50 Jahren des bewaffneten Kampfes hat die Farc-Guerilla alle Waffen den Vereinten Nationen übergeben. Die 6800 Kämpfer hätten alle zuvor registrierten 7132 Waffen übergeben, teilten die UN mit.

Für Dienstag war ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe im Beisein der Farc-Führung und von Präsident Juan Manuel Santos im zentralkolumbianischen Mesetas geplant. Santos hatte für seine Bemühungen um ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts 2016 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen.

Ende eines 50-jährigen Krieges
Ein historischer Moment
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Nach 52 Jahren endet der Guerillakrieg zwischen der kolumbianischen Regierung und den linken Farc Rebellen. In dem Krieg starben über 220 000 Menschen, rund fünf Millionen Menschen wurden zu Binnenflüchtlingen.

(Foto: dpa)
Präsident Santos informiert das Volk
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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos verkündete am Mittwoch, nach vier Jahren Friedensverhandlung, den erfolgreichen Abschluss der Gespräche. Seit Tagen feilten die Unterhändler an den letzten Details.

(Foto: AP)
Harte Verhandlungen
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Teilweise wurde über 18 Stunden am Stück verhandelt. Knackpunkte waren unter anderem, wie die linken Rebellen, vor Attacken durch rechte Paramilitärs geschützt werden und wie sie ein politisches Projekt gründen können.

(Foto: AP)
Brutale Kämpfe über Jahrzehnte
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Bilder, die den Konflikt dominiert haben: Ein Polizist der kolumbianischen Regierung sitzt vor einer Polizeistation, die durch einen Bombenangriffs zerstört wurde.

(Foto: Reuters)
Die Guerrillas
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Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens - Volksarmee (Farc-EP) sind die größte und älteste Guerillaorganisation Lateinamerikas. Gemeinsam mit anderen Rebellengruppen kontrollierten sie einst große Teile von Kolumbien. Seit 2002 drängte das Militär die Farc immer weiter zurück.

(Foto: Reuters)
Erste Friedensgespräche waren gescheitert
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Auf dem Höhepunkt ihrer Macht führten die Farc von 1998 bis 2002 bereits einmal Friedensgespräche mit der Regierung. Damals wurde ihr eine demilitarisierte Zone von der Größe der Schweiz eingeräumt. Allerdings nutzten die Rebellen das Gebiet als Rückzugsort nach Angriffen und die Verhandlungen scheiterten.

(Foto: Reuters)
Truppen im Dschungel
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Genug gekämpft: Rund 2000 inhaftierte Farc-Kämpfer können nun auf die Entlassung aus dem Gefängnis hoffen. Derzeit soll die Farc noch 8000 Kämpfer haben, die sich jetzt auf ein Leben ohne Waffen vorbereiten können.

(Foto: AP)

Die eingesammelten Waffen sollen nun eingeschmolzen werden. Geplant ist, sie als Baumaterial zu verwenden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen.

Seit Februar befinden sich die Kämpfer in 26 „Friedenscamps“, wo sie den Übergang in ein normales Leben und die Gründung einer Partei vorbereiten. Dieser Farc-Partei sollen in den ersten Jahren zehn Sitze im Kongress garantiert werden. Die Guerilleros sehen sich vor allem als Anwälte der armen Landbevölkerung und fordern unter anderem eine gerechtere Landverteilung.

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    Eigentlich hätte die Entwaffnung der Guerilla schon Ende Mai abgeschlossen sein sollen. Der Prozess verzögerte sich aber, auch weil einige der vom Staat errichteten Camps nicht rasch genug fertig waren. Sie bestehen meist aus Containersiedlungen.

    Mit der kleineren ELN-Guerilla gibt es noch keinen Waffenstillstand. Sorgen bereitet zudem, dass Paramilitärs und andere Banden in bisher von der Farc kontrollierten Gebieten die Kontrolle über den Drogenhandel übernehmen könnten.

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