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Kolumbien Schwere Ölpest nach Anschlag auf Pipeline

Die Guerillaorganisation Farc hat einen Anschlag auf eine Pipeline im Südwesten Kolumbiens verübt. Präsident Juan Manuel Santos spricht bereits von der vielleicht größten Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.
29.06.2015 - 09:43 Uhr Kommentieren
Der Präsident von Kolumbien spricht über die drohende Umweltkatastrophe nach dem Anschlag auf eine Ölpipeline. Quelle: Reuters
Juan Manuel Santos

Der Präsident von Kolumbien spricht über die drohende Umweltkatastrophe nach dem Anschlag auf eine Ölpipeline.

(Foto: Reuters)

Tumaco Nach einem Anschlag der linken Guerillaorganisation Farc auf eine Ölpipeline droht im Südwesten von Kolumbien eine Umweltkatastrophe. „Die Schäden am Ökosystem können möglicherweise nie vollständig behoben werden“, sagte Präsident Juan Manuel Santos in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung „El Tiempo“. „Das ist vielleicht die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.“

Nachdem die Farc die Pipeline Transandino im Department Nariño gesprengt hatte, waren rund 1,5 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen. In der Küstenregion wurden Korallenriffe und Mangrovenwälder verschmutzt, ein Ölteppich von 80 Kilometern Durchmesser erreichte den Pazifik. Am Samstag erklärte die Farc-Führung bei den Friedensverhandlungen in Kuba, sie bedauere die Umweltschäden.

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