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Kommentar Was die Allianz zwischen China und Russland für Europa und die USA bedeutet

Moskau und Peking wollen mit einem neuen Bündnis den USA die Stirn bieten. An dieser Allianz sind Trump und seine Handelspolitik teilweise selbst schuld.
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Die beiden Regierungschefs haben eine neue Partnerschaft beschlossen. Quelle: dpa
Xi Jinping und Wladimir Putin (r.)

Die beiden Regierungschefs haben eine neue Partnerschaft beschlossen.

(Foto: dpa)

In der Politik ist es manchmal wie in der Physik: Übt man zu viel Druck auf etwas aus, sucht sich komprimierte Luft einen neuen Weg. Donald Trumps Politik des maximalen Drucks über Sanktionen und Strafzölle führt dazu, dass Staaten, die der US-Präsident in die Knie zwingen will, sich in gemeinsame Allianzen flüchten. Zu besichtigen ist dies gerade in Sankt Petersburg: In seiner Heimatstadt an der Newa hält Kreml-Herr Wladimir Putin Hof für Chinas starken Mann Xi Jinping.

Putins und Xis neue „globale Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit“ ist ein Gegenmodell zu Trumps Außenpolitik. Der größte russische Mobilfunker MTS will zum Beispiel sein 5G-Netz selbstverständlich vom chinesischen Huawei-Konzern ausbauen lassen. In den USA hat Washington dies verboten und will andere Staaten ebenfalls zur Huawei-Enthaltsamkeit verpflichten.

Chinas Staatsenergiekonzerne stecken Milliarden in russische Flüssiggasprojekte. Damit sichert sich Peking nicht nur die Versorgung des Reichs der Mitte mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Russland. Vielmehr ermöglichen die Chinesen mit ihren Großinvestitionen den Kreml-nahen Konzernen Gazprom und Novatek, Trumps Strategie zu unterlaufen, Gas aus den USA weltweit zu verkaufen.

Die Fronten zwischen den USA einerseits und China und Russland andererseits verhärten sich. Und zwischen diesen Fronten stehen deutsche Politik und Unternehmen. EU-Kommission und Bundesregierung wollen zum Beispiel, dass deutsche Unternehmen mehr verflüssigtes Gas aus den USA kaufen. So hoffen sie, Strafzölle auf europäische Autos abwenden zu können.

Doch deutsche Versorger sind oft eng mit Gazprom verbandelt, Großkunden von russischem Erdgas oder gar Financiers der in Washington verhassten Ostseepipeline Nord Stream 2. So stehen die Unternehmen zwischen den Fronten – spüren die Folgen der Sanktionspolitik Trumps und der chinesischen Russlandumarmung.

Mehr: Viele Knalleffekte und wenige Resultate: Der US-Präsident schädigt mit seiner Politik nicht nur die Beziehung zu Verbündeten, er schadet auch seiner eigenen Nation.

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