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Kommentar zu Regionalwahl in Frankreich Aufstieg des Front National ist unterbrochen

Bei der Départementswahl in Frankreich landen die gemäßigten Konservativen auf dem ersten Platz. Die Rechtsextremen – angeführt von Marine Le Pen – schneiden dagegen schlechter als erwartet ab.
15 Kommentare

„Front National verschärft Frankreichs Probleme“

Paris Frankreich atmet auf: Die rechtsextreme Front National hat es bei den Wahlen in den 101 Départements am Sonntag nicht geschafft, zur stärksten Partei zu werden. Nach einer Hochrechnung von 00:30 erreichte die von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy geführte UMP 31 Prozent der Stimmen, die Front National 24,7 und die regierenden Sozialisten 19,9 Prozent. Umfragen kurz vor der Wahl hatten die FN noch mit 30 Prozent an der Spitze gesehen.

Premier Manuel Valls und Sarkozy sind entschiedene politische Gegner. Doch am Sonntagabend waren sie sich in einem Punkt einig: „Die FN hat ihr Wahlziel nicht erreicht.“ Die Rechtsextremen seien beunruhigend stark, so Valls, aber eindeutig nicht die erste Partei Frankreichs. Sarkozy hob hervor, dass seine UMP unbezweifelbar der Wahlsieger sei.

Am kommenden Sonntag, nach der Stichwahl, wird das noch deutlicher werden. Die FN hat nur in wenigen Départements die Chance, so viele Räte zu gewinnen, dass sie anschließend einen der ihren zum Präsidenten des Generalrates wählen lassen kann, der die – sehr begrenzten – Kompetenzen wahrnimmt.

Auch wenn die Kandidaten der FN in einer ganzen Reihe der gut 2000 Wahlkreise vorne lagen: Da die demokratischen Parteien nicht mit ihr kooperieren wollen, wird es ihnen nur in ganz wenigen Fällen gelingen, bei der Stichwahl die Nase vorne zu haben.

„Es wird weder lokal noch national eine Absprache meiner Partei mit der FN geben“, hob Sarkozy hervor. Valls ging weiter: „Ich fordere alle Wähler auf, überall dort, wo es eine Stichwahl zwischen einem republikanischen Kandidaten, ob Sozialist oder Konservativer, und einem der FN gibt, für den republikanischen Kandidaten zu stimmen.“ Sarkozy gab sich weniger entschieden, er ruft nicht zur Wahl eines Sozialisten auf, wenn der oder die in der Stichwahl gegen einen FN-Kandidaten ins Rennen geht.

An einem Beispiel wird deutlich, vor welchem Problem die FN steht: Im Département Var, in dem die Rechtsextreme seit Jahren stark ist, wurde sie mit knapp 39 Prozent der Stimmen stärkste Partei. Gewinnen kann sie das Département jedoch nur, wenn sie die Mehrheit der Sitze im Rat des Départements erhält oder eine Koalition bilden kann. Im ersten Wahlgang wurden nur in einem von 23 Wahlkreisen ihre Kandidaten gewählt, in den 22 anderen kommt es am Sonntag zu einer Stichwahl. Da die Linke zur Wahl des (meist zweitplatzierten) Konservativen der UMP aufruft, dürfte die UMP die allermeisten Wahlkreise gewinnen.

Ein Erfolg für Sarkozy
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15 Kommentare zu "Kommentar zu Regionalwahl in Frankreich: Aufstieg des Front National ist unterbrochen"

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  • Suche: "Bis-zu-500-000-asylforderer-2015" Da werden Sie geholfen!

  • "Aufstieg des Front National ist unterbrochen"
    Es müsste doch heißen: Aufstieg des Front National ist ununterbrochen. Die Rechten haben doch zu eine Bündnis verabredet. Die FN ist allein angetreten, und hat 25% geholt. Also.

  • "Aufstieg des Front National ist unterbrochen"
    Es müsste doch heißen: Aufstieg des Front National ist ununterbrochen. Die Rechten haben doch zu eine Bündnis verabredet. Die FN ist allein angetreten, und hat 25% geholt. Also.

  • Kürzlich kam noch die Meldung, dass allein Deutschland eine weitere halbe Million Flüchtlinge für 2015 erwartet (wobei kaum abgeschoben wird) - und das, obwohl die Umfragen zufolge die Mehrheit der Deutschen keine weitere Einwanderung von außerhalb der EU wünscht. Die Politiker scheinen unfähig oder unwillig, die Grenzen zu schützen und denuntieren lieber die Bürger, die es wagen, sich zu beschweren (siehe Pegida).
    Daher freue ich mich über das sehr gute Ergebnis der FN. Und ich lasse mir von den Medien auch nicht vorschreiben, was ich "extrem" zu finden habe. Die Interessen der Bürger zu vertreten und die Landesgrenzen gegen gefühlte Invasionen zu schützen ist für mich nichts Extremes, sondern eine der ersten Pflichten des Staates.

  • So richtig kann man sich über die Wahlen in Frankreich nicht freuen!

    Die FN, die sich gerne von Putin's Gnaden finanziell unterstützen lässt, die jüdische Mitbürger am liebsten aus dem Land jagen würden, Muslime sowieso, die Grenzen dicht machen und im eigenen Land an der Realität vorbei regieren will!

    Sarkozy, Druck auf Beamten ausübte und einen Schuldenberg anhäufte, jetzt ist er wieder der Retter! Irgendwie waren die Franzosen bei der letzten Wahl doch so frustriert über das regieren von Sarkozy und nun, Friede Freude Eierkuchen!

    Glaubt denn einer, dass in so kurzer Zeit plötzlich alle Fehler der Vergangenheit weggeblasen werden können?

    Aber es ist so einfach nur Wahlpropaganda zu machen und gegen alles und jeden zu sein, nach dem Motto was geht mich mein Geschwätz von gestern an!

    Funktioniert irgendwie in jedem Land, auch bei uns und bei den Griechen und den Spaniern, den Portugiesen hat auch gut in Israel funktioniert!

    Die Masse ist einfach viel zu schnell zu manipulieren und fällt auf das Geschwätz gerne herein!

  • Die Zeit arbeitet eindeutig für Front National. Selbst wenn aufgrund des franz. Wahlrechts nur wenige Positionen besetzt werden können, ist doch die Stimmung in Frankreich klarer zu sehen als in Deutschland.

    Man könnte auch sagen sowohl bei der französischen Bevölkerung als auch bei vielen Politikern, kann man im Gegensatz zu den Deutschen, den "Arsch in der Hose" noch oder wieder erkennen.

  • P.S. Den gestrigen Artikel "Startschuss für die "Allah Bank"" haben Sie aber sehr schnell wieder in der Informationsunterdrückungs- Schublade versteckt...!

  • Die antideutschen Lügenmedien bezeichnen also fast jeden 4. Wähler in Frankreich als "rechtsextrem"? Damit machen sie sich selbst nicht nur unglaubwürdig, sondern überflüssig!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ja sicher - Pegida "marschiert", ein vermummter Chaot der in Frankfurt Schaufensterscheiben zertrümmert, "demonstriert".

    Darf ich Ihnen nachschenken?

    Nein danke, mein Glas ist noch halb voll.

    Ja bitte, mein Glas ist schon halb leer!


    Das Wort Lügenpresse sei dahingestellt - Manipulationspresse trifft es da schon eher.

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