Konflikt im Jemen Huthi-Rebellen nehmen Ölfelder ein

Obwohl eine ganze Allianz um Saudi-Arabien mit Lufteinsätzen im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, feiern sie weiter Erfolge: Die Rebellen nahmen ein Ölfeld im Süden ein. Der Konflikt droht sich zu verschärfen.
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In Aden und anderen jemenitischen Städten herrscht Krieg, Huthis kämpfen gegen Anhänger des amtierenden, jedoch im Exil befindlichen Präsidenten Hadi. Quelle: AFP
Für Zivilisten ist in diesem Konflikt kein Platz

In Aden und anderen jemenitischen Städten herrscht Krieg, Huthis kämpfen gegen Anhänger des amtierenden, jedoch im Exil befindlichen Präsidenten Hadi.

(Foto: AFP)

AtakDie schiitischen Huthi-Rebellen haben die südjemenitische Stadt Atak und die umliegenden Ölfelder unter ihre Kontrolle gebracht. Der Vorstoß erfolgte trotz saudischer Luftangriffe gegen die Huthis, berichteten Augenzeugen.

Demnach stießen die Rebellen in Atak auf keinen Widerstand. Die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt der Provinz Schabwa waren dem 2012 abgetretenen Ex-Präsidenten Ali Abdullah Salih treugeblieben.

Salih-treue Armee-Verbände dürften landesweit für die militärischen Erfolge der Huthis ausschlaggebend sein. Mit der Eroberung von Atak vermochten die aus dem Norden stammenden Rebellen ihre Position im Südjemen zu festigen.

Derzeit greifen sie die südliche Metropole Aden an, die von Anhängern des ins Ausland geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi verteidigt wird. Eine von Saudi-Arabien geführte lokale Allianz bombardiert seit mehr als zwei Wochen Stellungen der Huthis aus der Luft und von der See aus.

Der Jemen ist kein bedeutender Ölproduzent. Die vorhandenen Vorkommen deckten allerdings in der Vergangenheit bis zu 75 Produzent der Staatseinnahmen des ärmsten Landes der Arabischen Halbinsel. Wegen der Unruhen und des Bürgerkriegs ist die Ölproduktion jedoch stark zurückgegangen. Sie beträgt heute knapp 100.000 Barrel pro Tag (1 Barrel rund 159 Liter). Vor 2011 hatte sie das Drei- bis Vierfache ausgemacht.

  • dpa
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