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Konflikt in Korea Nordkorea droht Süden mit Vernichtung

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea gewinnt an Brisanz. Nun hat ein nordkoreanischer Diplomat ungewöhnlich scharfe Worte gewählt - und droht dem Nachbarn offen mit der „endgültigen Vernichtung“.
19.02.2013 - 18:39 Uhr 14 Kommentare
Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn. Quelle: dapd

Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn.

(Foto: dapd)

Genf Nordkorea hat dem Süden mit der Zerstörung gedroht und damit Empörung bei einer UN-Abrüstungskonferenz ausgelöst. Der nordkoreanische Diplomat Jon Yong Ryong sagte am Dienstag in Genf, Südkoreas unberechenbares Verhalten werde dessen "endgültige Vernichtung" einläuten. Zum jüngsten Atomtest sagte Jon, sollten sich die USA weiter feindlich verhalten, werden sein Land keine Wahl haben, als "einen zweiten und dritten noch stärkeren Schritt" zu tun. Einzelheiten nannte er nicht. Die Delegierten von Staaten wie Südkorea, den USA und Deutschland kritisierten umgehend Jons Erklärung.

"Wie das Sprichwort sagt, kennt der neugeborene Welpe keine Angst vor dem Tiger", erklärte Jon. "Südkoreas unberechenbares Verhalten wird nur seine endgültige Vernichtung einleiten." Der Atomtest seines Landes sei angesichts einer atomaren Erpressung der USA ein Akt der Selbstverteidigung. "Die Armee und das Volk Nordkoreas sind darauf ausgerichtet und dazu entschlossen, die selbstherrliche Politik mit einer Politik der harten Hand zu kontern und auf Druck und Sanktionen mit uneingeschränkten Gegenmaßnahmen zu reagieren."

Diplomaten anderer Staaten zeigten sich empört. "Ich habe in meiner 30-jährigen beruflichen Laufbahn noch nie etwas Derartiges gehört", sagte der spanische Vertreter Javier Gil Catalina. Er sprach von einer möglichen Verletzung des internationalen Rechts. Die britische Botschafterin Joanne Adamson sprach von einer völlig unpassenden Wortwahl. Ihre US-Kollegin Laura Kennedy bezeichnete die Bedrohung als verstörend und beleidigend. Weder China - Nordkoreas einziger großer Verbündeter - noch Russland nahmen Stellung. Beide Staaten verfügen über ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat.

Das kommunistisch regierte Nordkorea hatte vor einer Woche einen unterirdischen Atomtest vorgenommen und damit Kritik aus der ganzen Welt auf sich gezogen. Auch der Sicherheitsrat verurteilte den Test. Die Führung in Pjöngjang bereitet offenbar weitere Versuche vor, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus China erfahren hat. Der nächste Atomtest werde mit zehn Kilotonnen TNT eine größere Sprengkraft haben als der von vergangener Woche. Ziel der Drohungen Nordkoreas sei es, die USA zu Gesprächen zu zwingen.

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    Die EU hatte am Montag aus Protest gegen den Test ihre Sanktionen verschärft und geht dabei über die von den UN verabredeten Beschränkungen hinaus. Die russische Regierung lehnte am Dienstag neue Wirtschaftssanktionen ab, erklärte sich jedoch bereit, Maßnahmen zu unterstützen, die eine Verbreitung von Atomwaffen begrenzen.

    • rtr
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    14 Kommentare zu "Konflikt in Korea: Nordkorea droht Süden mit Vernichtung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Frozeln hin-und Frozeln her, den Krieg beginnen ist nicht mehr schwer. die Strategien scheinen aufzugehen.

    • Die kapitalisitsche UDSSR exisitert nicht mehr, China ist "kapitalistischer" (Ironie) den je, Albanien hat sich dem Westen bereits geöffnet, Zypern bekommt nächstes WoEnde einen proeuropäischen Leader, Kuba braucht dringend Investitionen und das Nord Korea Regime wird bald auch nur noch Historie sein. Gut so, braucht nur noch etwas nachsichtige Geduld und vorallem weniger Weizen.

    • Lasst´ doch die kleine Fliege Nordkorea mit dem Tischtennisball spielen... wenn der große Adler mit dem Medizinball das Spielfeld betritt ist die Fliege sowieso platt!
      Leid´ tut mir dann nur das Volk in Nordkorea..

    • Ich verstehe nicht, dass man diesen strunzdummen, pickeligen Fettel nicht ausschalten kann, bevor seine omnipotenten Allmachtsgelüste einen neuen Krieg heraufbeschwören.

    • Und wenn China sich auf die Seite von Nordkorea stellt? Gute Nacht, Marie.

    • Nordkorea muß doch klar sein, daß bei einem Angriff gegen den Süden die USA sie in die Steinzeit zurück bombt.

    • aha, und womit droht die USA, wenn ein Land, am besten noch mit wertvollen Ressourcen, nicht spurt? Und welches Land lässt solchen Drohungen auch Taten folgen? Ich bin wirklich kein Symphatisant von Nordkorea, aber dieses alleinige Recht einiger weniger Staaten auf Atombomben würde ich als Herrscher von Nordkorea auch nicht akzeptieren. Ähnlich verhält es sich mit dem Umweltschutz. Nachdem die altbekannten Industrienationen sich jahrzentelang nicht die Bohne darum gekümmert haben, vorneweg wieder die USA mit 5 bis 8 Liter V8-Motoren für jedermann, erdreisten sie sich nun, den Nachzüglern harte Auflagen zu verordnen. Das kann doch kein neutraler Beobachter gerecht finden.

    • @Ludwig 500

      Nordkorea fordert nichts anderes ein als Nachholbedarf.

      Nordkorea droht andere Staaten und anderen Völkern mit Vernichtung. Das hat ja wohl eine ganz andere Klasse wie Nachholbedarf.
      Sie sollten noch mal den Artikel lesen.

      Schönen Abend noch.

    • Weltfrieden hätte vielleicht eine Chance wenn man die 20% der führenden Politiker, Banker, und Konzernlenker samt Lobbyistenstab auf den Mond schiesst. Ihr Geldsystem können sie gerne mitnehmen.

      Nordkorea fordert nichts anderes ein als Nachholbedarf. Atomtests haben die Amis und die Russen auch gemacht, und keiner hätte sie daran hindern können. OK, es gibt da Verträge, aber gerade unsere EURO-Phantasten sollten zum Thema Vertragsbruch besser den Ball ganz flach halten.

    • Ein neuer Koreakrieg -möglichst heftig- wäre doch das Beste was dem Westen (Europa, USA, Japan) passieren könnte. Apple schlägt Samsung, VW Kia und Sharp wieder Samsung. Danach Aufbau. Die Aktien von Holcim, Heidelberger Zement und alle Stahlkonzernen schießen in die Höhe. Die Ölpreise fallen erst und ziehen dann wieder an; Eine Orgie für hedge funds. Weil es so schön traurig ist, ist es sehr wahrscheinlich. Wir werden scheinheilig leiden...

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