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Konflikt mit China Japan stellt sich im Inselstreit quer

Schlagabtausch im Inselstreit: Chinas Außenminister warf Japan einen Verstoß gegen die territoriale Integrität des Landes vor. Der japanische Außenminister sagte, China habe das Problem nicht verstanden.
26.09.2012 Update: 27.09.2012 - 02:12 Uhr 5 Kommentare

Japan: keine Kompromisse, keine Zugeständnisse

New York/Peking Im Inselstreit mit China ist nach Ansicht der japanischen Regierung "kein Kompromiss" mit der Volksrepublik möglich. Die Führung in Peking habe das Problem falsch verstanden, sagte Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda am Mittwoch in New York am Rande der Generaldebatte der Vereinten Nationen.

Die umstrittenen Inseln "sind mit Blick auf unsere Geschichte und internationales Recht integraler Bestandteil unseres Staatsgebiets". Deshalb habe es auch keinen Sinn, den Kauf von drei der Inseln durch den japanischen Staat rückgängig zu machen, wie es China fordert, sagte Noda. Bei diesem Vorgang sei es nur um die Verstaatlichung eines vorherigen japanischen Privatbesitzes gegangen.

Am Dienstag hatten sich in New York die Außenminister der beiden Länder getroffen. Chinas Außenamtschef Yang Jiechi warf dabei seinem japanischen Kollegen Koichiro Gemba einen "groben Verstoß" gegen die territoriale Integrität Chinas vor.

Die umstrittene Inselgruppe, in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt, liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von Japan entfernt. Vier der fünf Inseln waren bislang in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Der Archipel liegt strategisch günstig, die Gewässer gelten als besonders fischreich, und es werden Erdöl und Erdgas auf dem Meeresgrund vermutet.

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    Neue Spannungen im Inselstreit

    Der Konflikt hat sich zugespitzt, nachdem die japanische Regierung trotz scharfer Warnungen aus Peking einen Teil der Inselgruppe einem privaten japanischen Besitzer abkaufte. In China kam es daraufhin zu den schwersten Protesten und Übergriffen auf japanische Einrichtungen seit Jahrzehnten. Japanische Firmen klagen seitdem über Absatzrückgänge in China.

    Das Verhältnis zwischen beiden Ländern ist seit Jahrzehnten nicht einfach, weil in China die Erinnerungen an die japanische Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg lebendig sind, bei der damals Millionen Chinesen starben.

    • afp
    • rtr
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    5 Kommentare zu "Konflikt mit China: Japan stellt sich im Inselstreit quer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @arminharald
      Aha, unser Armin erklärt die Welt !
      Der hat voll den Durchblick ! Beeindrückend...

    • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

      Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:
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      http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Auch hier - wie beim Thema Iran - droht eine hochgefährliche militärische Konfrontation der Supermächte.

      "Die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten sind von enger ökonomischer und militärischer Zusammenarbeit und intensivem kulturellen Austausch geprägt. Beide Länder sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs miteinander verbündet. Für Japan ist das Bündnis mit den Vereinigten Staaten zentrales Element seiner Sicherheits- und Verteidigungspolitik"

    • Die Chinesen wollen für ihre Bevölkerung in dem Streit nur eine Show abziehen, den Japanern wird inzwischen schon eine friedliche Lösung einfallen, um das Spektakel rasch zu beenden.

    • es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis China auch historische Ansprueche auf Korea geltend machen wird.

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