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Konflikt mit den Kurden Türkei droht mit Zerstörung eines Flughafens

Die Türkei fordert kurdische Kämpfer zur Aufgabe eines nordsyrischen Flughafens auf. Sollten die Kurden nicht folgen, will Ankara den Airport zerstören. Schon in den vergangenen Tagen war die Region angegriffen worden.
15.02.2016 - 14:24 Uhr
Die türkische Armee geht gegen kurdische Demonstranten vor. Quelle: dpa
Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden

Die türkische Armee geht gegen kurdische Demonstranten vor.

(Foto: dpa)

Istanbul Die Türkei hat die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) zur Aufgabe eines vor kurzem eroberten Flughafens in der Nähe der nordsyrischen Stadt Asas aufgefordert. „Wenn sie sich nicht zurückziehen, wird dieser Flughafen zerstört“, sagte Davutoglu am Montag auf einem Flug in die Ukraine.

Gleichzeitig warnte er die YPG vor einem weiteren Vormarsch in Nordsyrien. Die Türkei werde nicht zulassen, dass kurdische Milizen bei Asas oder westlich des Flusses Euphrat vorrückten. Dort agiere die moderate Opposition.

Das Gebiet um die Stadt Asas wird von moderaten und islamistischen Rebellen kontrolliert, das Gebiet westlich des Euphrats an der Grenze zur Türkei von der Terrormiliz IS. Die YPG waren zuletzt in der Region vorgerückt.

Die türkische Armee beschoss auch am Montag Ziele in der Region Asas, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Kurdische Milizen hätten das Feuer eröffnet, hieß es. Schon am Wochenende hatte die türkische Armee die Gebiete unter kurdischer Kontrolle mit Artillerie beschossen.

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    Davutoglu verwahrte sich gegen Medienberichte, die Türkei werde in den Krieg ziehen. Das sei „Spekulation“, sagte Davutoglu. Auch der türkische Verteidigungsminister Ismet Yilmaz wiegelte am Montag ab. Die Türkei habe nicht die Absicht, Soldaten nach Syrien zu schicken, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu vor einem Parlamentsausschuss in Ankara.

    Die YPG sind der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die kurdischen Volksschutzeinheiten gehören im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zum wichtigsten Verbündeten des Westens.

    Die Türkei bekämpft jedoch die PKK und befürchtet, dass die YPG und ihre Verbündeten die gesamte Grenze zur Türkei unter ihre Kontrolle bringen. Die Kurden haben dort in großen Gebieten bereits eine Selbstverwaltung errichtet. Eine autonome Kurdenregion in Syrien könnte auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden in der Türkei befeuern, so die Sorge Ankaras.

    • dpa
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