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Konflikt um Golanhöhen Syrien weist Trumps Forderung entschieden zurück

Der Nahost-Konflikt dauert bereits Jahrzehnte an. Besonders die Golanhöhen sind aktuell ein Streitpunkt zwischen den USA und Syrien.
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Donald Trump will Israels Anspruch auf die Golanhöhen anerkennen

Beirut, Brüssel, Berlin Die überraschenden Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den von Israel besetzten Golanhöhen haben eine scharfe Reaktion in Syrien ausgelöst. Trumps Forderung, die USA sollten die Souveränität Israels über das Gebiet anerkennen, sei unverantwortlich, ließ das syrische Außenministerium am Freitag verlauten. Israel hatte 1967 einen großen Teil der Golanhöhen von Syrien erobert und später annektiert.

Der Schritt ist international nicht anerkannt. Die syrische Regierung betonte, Trumps Äußerung ändere nichts daran, dass der Golan in syrischer und arabischer Hand bleibt. „Die syrische Nation ist noch entschlossener, dieses wertvolle Stück syrisches Land durch alle zur Verfügung stehenden Mittel zu befreien.“

Die Golanhöhen gehören zu den größten Streitpunkten in dem seit Jahrzehnten andauernden Nahost-Konflikt. Trump vollzieht mit seiner am Donnerstag verbreiteten Haltung zu dem Thema erneut eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik.

So hatte er auch Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bedankte sich bei Trump kurz darauf auf Twitter. Netanjahu hatte sich 2017 bei einem Treffen mit Trump für eine US-Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Gebiet ausgesprochen. Er wird kommende Woche in den USA erwartet. Am 9. April finden in Israel Wahlen statt.

Die Europäische Union hält währenddessen an ihrer Position zu dem von Israel annektierten Gebiet fest. Die EU erkenne eine Souveränität Israels über die Golanhöhen nicht an, sagte eine EU-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch die Bundesregierung betrachtet die von Israel annektierten Golanhöhen weiterhin als besetztes syrisches Gebiet. Die deutsche Position sei unverändert und im Einklang mit der UN-Resolution 497, die im Jahr 1981 einstimmig angenommen wurde, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer an diesem Freitag in Berlin.

  • rtr
  • dpa
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