Konflikt um Inselgruppe Zuspitzung im Streit zwischen Japan und China

Japan hat einen chinesischen Fischkutter festgesetzt. Der Vorwurf: Dieser habe in japanischen Gewässern illegal Korallen gesammelt. Dabei kocht erneut der Konflikt über den Anspruch an einer unbewohnten Inselgruppe hoch.
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Blick auf die umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Quelle: dpa

Blick auf die umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

(Foto: dpa)

TokioDer Territorialstreit zwischen Japan und China droht sich wieder zu verschärfen. Die japanische Küstenwache brachte am Samstag einen chinesischen Fischkutter auf und nahm den Kapitän fest. Ihm wird illegales Sammeln von Korallen in japanischem Hoheitsgebiet vorgeworfen.

Das Boot wurde vor der Insel Miyako aufgebracht, etwa 150 Kilometer von einer unbewohnten Inselgruppe im Ostchinesischen Meer, die seit längerem für Streit zwischen den Regierung in Tokio und Peking sorgt. Beide Länder erheben Anspruch auf die in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannten Felseninseln, die in fischreichen Gewässern liegen und unter denen umfangreiche Gasvorkommen vermutet werden.

Der Konflikt eskalierte im September, nachdem die japanische Regierung trotz eindringlicher Warnungen Chinas einen Teil der Inselgruppe einem privaten, japanischen Besitzer abgekauft hatte. Dies führte in China zu einem Proteststurm und einem Boykott japanischer Produkte. Unternehmen mussten vorübergehend Geschäfte und Fabriken in der Volksrepublik schließen. Ihr Absatz brach ein. Patrouillenboote aus beiden Ländern belauern einander in der Region.

  • rtr
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