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Pressestimmen zur US-Wahl Der Präsident hat „die republikanische Partei in eine ‚Trump-Partei‘ verwandelt“

Nach den Kongresswahlen sehen internationale Medien Trumps Position in der Partei gestärkt. Seine Politik könnte dennoch ins Stocken geraten. Die Pressestimmen im Überblick.
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Midterm Elections: Das sagt die Presse zu den Midterms in den USA Quelle: dpa
Donald Trump

Der US-Präsident habe es geschafft, die Republikaner in eine „Trump-Partei“ zu verwandeln, kommentieren ausländische Medien.

(Foto: dpa)

DüsseldorfGeht US-Präsident Donald Trump gestärkt oder geschwächt aus den US-Kongresswahlen hervor? Nach dem Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus gehen die Meinungen der internationalen Presse darüber auseinander. Ein Überblick.

„Neue Zürcher Zeitung“ – Trump muss sich fragen, „wo der Gegenwind herkommt“

Die Schweizer Tageszeitung „Neue Zürcher Zeitung“ sieht die Position des US-Präsidenten durch den Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus nicht allzu geschwächt. Einerseits sei es ihm gelungen, den Vorsprung der Republikaner im Senat weiter auszubauen. Andererseits sei es historisch gesehen in den USA höchst selten, dass eine Periode, in welcher die Präsidentenpartei auch beide Kammern des Kongresses dominiere, länger als zwei Jahre anhalte.

Der US-Präsident müsse sich allerdings fragen, „wo der Gegenwind herkommt“, schreibt die Tageszeitung weiter. „Der Wirtschaftsgang (...) hatte dieses Jahr Trump eigentlich bestens in die Hände gespielt.“ Aber offenbar habe sich „die Strategie von Präsident Trump, mit hasserfüllter Rhetorik gegen Migranten, Angehörige von Minderheiten und die Medien Wähler auf seine Seite zu ziehen“ nicht ausgezahlt.

„Kommersant“ – „Eine beispiellose Spaltung der amerikanischen Gesellschaft“

Die Chancen für Trumps Wiederwahl seien durch den Wahlausgang „erheblich geringer“ geworden, kommentiert der russische „Kommersant“. Grund dafür sei der Verlust einer Kammer, wodurch der US-Präsident „seine Politik kaum mehr umsetzen“ könne.

Die Tageszeitung sieht die US-Gesellschaft durch Trump nach wie vor gespalten: „Mit dem Amtsantritt von Trump rissen alle Wunden auf.“ Um diese zu überwinden, müsse Amerika seine politischen Institutionen ändern.

„Verdens Gang“ – Trump drohen „alle möglichen Anhörungen und Ermittlungen“

Ähnlich sieht es die norwegische Boulevardzeitung „Verdens Gang“. Für Trump sei es nicht gut, „das Repräsentantenhaus zu verlieren“. Denn nun können die Abgeordneten „alle möglichen Anhörungen und Ermittlungen“ einleiten. „Sie werden den Präsidentenalltag weitaus unangenehmer machen als bisher“, so die Zeitung weiter.

In der Partei dürfte Trumps Macht jedoch gestärkt worden sein, da „viele der Kongressabgeordneten, die als „gemäßigte“ Republikaner galten und es wagten, den Präsidenten zu kritisieren, verloren“ hätten, so die Boulevardzeitung.

„Nikkei“ – „Ein schwerer Schlag für Trumps Regierung

Auch die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei findet die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus als „schweren Schlag für Trumps Regierung“. Dadurch würde die Hürde, „Trumps Amerika-First-Politik zu realisieren hoch“ werden. Trump drohe sogar ein „Amtsenthebungsverfahren“.

„Asahi“ – „Ein schmerzliches Resultat“

Das Mitte-Links-Blatt Asahi sieht Trump ebenfalls unter Druck. „Für Präsident Trump haben die Midterm-Wahlen ein schmerzliches Resultat gebracht.“ Denn die Macht des Kongresses sei hoch. Dennoch sieht die Asahi die Demokraten nicht als klaren Sieger. „Es sind die Demokraten, die dieses Mal einen Schritt vorwärts im Unterhaus gemacht haben. Aber es ist noch nicht klar, ob dies auch ein Schritt vorwärts zu einem Wahlsieg in den Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren ist.“

„Sankei“ – „Zwei Siege für Trump“

Für die rechte japanische Zeitung Sankei hat Trump zwei Siege eingefahren. Einer ist die Mehrheit im Senat. „Der ‚zweite Sieg‘ ist, dass er im Guten oder Schlechten die republikanische Partei in eine ‚Trump-Partei‘ verwandelt hat.“

Die Zeitung sieht Trump damit auf dem Weg, bei den Präsidentschaftswahlen 2020 wieder anzutreten. „Solange die Wirtschaft unter der Regierung Trump stark bleibt, wird die Einheit der Partei selbst dann nicht einfach gestört werden, wenn Trump ein bisschen von der traditionellen republikanischen Linie abweicht.“

„La Repubblica“ – „Die politische Leidenschaft ist wiedererwacht“

Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ lobt die rege Wahlbeteiligung der US-Bevölkerung. „Die politische Leidenschaft“ sei wiedererwacht, „wie man es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat“. Grund dafür sei der „Trump-Effekt“. Denn die Erneuerung des Kongresses sei in „ein Referendum über Trump“ verwandelt worden.

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