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Konjunktur Russland erwartet starkes Wachstum ab 2010

Moskau wird immer zuversichtlicher. Der höhere Ölpreis lässt die Herzen russischer Regierungsmitglieder höher schlagen. Jetzt äußerte sich auch Finanzminister Alexej Kudrin optimistisch - und spekuliert öffentlich über ein mögliches Ende der Staatshilfen.
  • Florian Willershausen
Optimist: Finanzminister Alexej Kudrin. Quelle: Reuters

Optimist: Finanzminister Alexej Kudrin.

(Foto: Reuters)

MOSKAU. Der Schönfärberei in Krisenzeiten ist der russische Finanzminister Alexej Kudrin unverdächtig. Im Spätherbst vergangenen Jahres hatte er als erstes Regierungsmitglied eingeräumt, dass auch Russland in eine schwere Wirtschaftskrise steuerte.

Doch seit dieser Woche erfasst selbst den liberalen Realisten ein Anflug von Optimismus: Russland habe die Talsohle durchschritten, versprach der oberste Kämmerer des Landes. Im nächsten Jahr werde die Wirtschaft wieder um bis zu drei Prozent wachsen. Bislang war die Regierung nur von einem mageren Plus von einem Prozent ausgegangen. Für das laufende Jahr geht das Finanzministerium nach wie vor davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,8 Prozent schrumpft.

Die Anhebung der Prognose für 2010 beruht vor allem auf dem Ölpreis. Ein Barrel der Marke Ural kostet in der neuen Kalkulation des Finanzministeriums im Schnitt 58 statt 55 Dollar. Diese Korrektur nach oben begründet die Behörde mit der allmählichen makroökonomischen Entspannung in den Industrieländern. Insbesondere gestützt auf Rohstoffexporte, rechnet der Finanzminister im nächsten Jahr mit steigenden Haushaltseinnahmen.

Deshalb fordert er öffentlich: "Der Staat muss aufhören, die Wirtschaft zu subventionieren." Dadurch erhöhe sich das Etatdefizit, die Staatsreserven sinken, und die "Inflation könnte uns neue Probleme bereiten".

Auch bei den harten Konjunkturzahlen gibt es für Russland etwas Licht am Horizont: Im Juli stieg die Industrieproduktion zum ersten Mal seit Jahresbeginn, immerhin um knapp fünf Prozent gegenüber dem Vormonat. Im ersten Halbjahr brach die Wirtschaftsleistung zwar um knapp 10,9 Prozent ein, doch zum Sommer hin fiel die monatliche Schrumpfung geringer aus.

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