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Konjunktur US-Wirtschaft wächst langsamer

Das Wachstum ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Das US-Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal nur noch um 0,5 Prozent gestiegen. Im Schlussquartal 2015 waren es noch 1,4 Prozent gewesen.
28.04.2016 Update: 28.04.2016 - 15:22 Uhr
Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn weniger stark gewachsen als erwartet. Quelle: AP
Konjunkturaussichten in den USA verdunkeln sich

Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn weniger stark gewachsen als erwartet.

(Foto: AP)

Washington Die US-Konjunktur wächst kaum noch. Die Wirtschaftsleistung legte von Januar bis März aufs Jahr hochgerechnet nur um 0,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,7 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von 1,4 Prozent im vierten Quartal 2015.

Der starke Dollar machte vor allem den Exporteuren das Leben schwer, da sich ihre Güter dadurch im Ausland verteuern. Die Ausfuhren sanken um 2,6 Prozent. Die Verbraucher erwiesen sich als Stütze der Konjunktur, auch wenn der Konsum mit 1,9 Prozent nicht mehr so stark anzog wie Ende 2015. Die Notenbank Fed, die am Mittwoch die Zinsen nicht angetastet hat, dürfte sich durch die mauen Konjunkturzahlen in ihrer vorsichtigen Haltung bestätigt sehen.

Obwohl das Fed-Ziel der Vollbeschäftigung praktisch erreicht ist, hat die Zentralbank nach der Zinswende vom Dezember bislang keine weitere Erhöhung folgen lassen. Viele Experten erwarten, dass sie im Sommer nachlegen und den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld von derzeit 0,25 bis 0,5 Prozent weiter anheben wird.

Im vorbörslichen Handel weiteten die US-Aktienfutures ihre Verluste etwas aus. Der Euro lag mit 1,1343 Dollar wie vor den Daten leicht im Plus.

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    „Das US-Wachstum fällt unter die Rubrik Magerkost“, sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank: „Die US-Unternehmen scheinen in Anbetracht der Hiobsbotschaften aus den Schwellenländern zu Jahresbeginn die Lust am Investieren verloren zu haben.“ Chefökonom Paul Ashworth vom Finanzhaus Capital Economics sieht den Aufschwung jedoch nicht in Gefahr: „Ich denke nicht, dass die Wirtschaft in Nöten ist.“ Das Beschäftigungswachstum sei enorm. Konjunkturbarometer ließen darauf schließen, dass das zweite Quartal besser werde. Im März entstanden 215.000 neue Stellen und für April werden mehr als 200.000 neue Jobs vorhergesagt.

    • rtr
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