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Konjunkturdaten US-Einkaufsmanagerindex fällt auf niedrigsten Wert seit der Finanzkrise

Die konjunkturelle Lage in der US-Industrie hat sich überraschend verschlechtert. Ökonomen gingen dagegen von einem Wachstum aus.
Update: 01.10.2019 - 17:35 Uhr Kommentieren
Der Einkaufsmanagerindex stieg im Oktober von 47,8 Punkten auf 48,3 Punkte. Quelle: AP
Stahlproduktion in Amerika

Der Einkaufsmanagerindex stieg im Oktober von 47,8 Punkten auf 48,3 Punkte.

(Foto: AP)

Washington Die US-Industrie schrumpft einer Umfrage zufolge so stark wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex rutschte im September auf 47,8 Punkte von 49,1 Zählern im Vormonat, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Firmenbefragung des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2009, als die USA unter den verheerenden Folgen der Finanzkrise litten.

Von Reuters befragte Ökonomen wurden von dem Rückgang im September überrascht, da sie mit einem Anstieg des Barometers auf 50,1 Zähler gerechnet hatten. Es signalisiert bei Werten über 50 Punkten Wachstum.

Die Bauausgaben in den USA stiegen unterdessen nur leicht. Sie zogen im August um 0,1 Prozent an, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet. „Um die US-Wirtschaft ist es nicht mehr zum Besten bestellt“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, die Daten.

Das hat den Dollar belastet und den Euro im Gegenzug gestützt. Nach den schlechten US-Konjunkturdaten kletterte die Gemeinschaftswährung wieder über 1,09 Dollar. Zuletzt notierte der Euro bei 1,0916 US-Dollar, nachdem er zuvor die Verluste der vergangenen Handelstage fortgesetzt hatte.

Die schlechten Konjunkturdaten drückten auch die Börsen ins Minus: Der deutsche Leitindex Dax verlor am Mittwochnachmittag innerhalb weniger Minuten mehr als 100 Punkte und fiel deutlich unter 12.300 Punkte. Am Morgen hatte er zum Handelsstart noch bei fast 12.500 Zählern notiert. Auch in den USA gerieten die Kurse nach Bekanntgabe der Daten unter Druck: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq rutschten ins Minus.

Am Morgen hatten bereits die deutschen Einkaufsmanagerindex-Daten enttäuscht: Auch die Geschäfte in der deutschen Industrie laufen so schlecht wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Mitte 2009 nicht mehr.

Der Index sank im September um 1,8 auf 41,7 Punkte, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts IHS Markit unter rund 500 Firmen hervorgeht. Das Barometer signalisiert erst ab 50 Punkten ein Wachstum.

„Der Abschwung hat sich verschärft“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. Wegen der schwächelnden Industrie, die unter Handelskonflikten, der mauen Weltkonjunktur und Risiken wie dem Brexit leidet, geht Europas größte Volkswirtschaft schweren Zeiten entgegen.

Mehr: Steuersenkungen und Machtspielchen: Die Zweifel an Trumps Steuerpolitik wachsen.

  • rtr
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