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Korea Nordkorea baut Teile von Raketenanlage offenbar wieder auf

Südkorea beobachtet verdächtige Aktivitäten auf einer nordkoreanischen Raketenanlage. Hat das etwas mit dem geplatzten Gipfel von Trump und Kim zu tun?
Update: 06.03.2019 - 21:51 Uhr Kommentieren

Baut Nordkorea Sohae-Raketentestanlage wieder auf?

Nordkorea baut Experten zufolge Teile einer Anlage für Langstreckenraketen wieder auf, die im Zuge von Abrüstungsmaßnahmen im vergangenen Jahr demontiert wurden. Der südkoreanische Geheimdienst informierte Parlamentarier am Dienstag hinter verschlossenen Türen über entsprechende Erkenntnisse. Bei dem Treffen erfuhren die Parlamentarier demnach, dass unter anderem Gebäudedächer und Türen an der Anlage Tongchang Ri wieder anmontiert würden.

Derzeit gibt es eine schwierige Phase in der Atomdiplomatie zwischen den USA und Nordkorea: Erst in der vergangenen Woche war der zweite Gipfel von Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un in Hanoi geplatzt, da keine Einigung zustande kam.

„Es wäre sehr enttäuschend, wenn das passieren würde.“ Er wäre dann „sehr, sehr enttäuscht von dem Vorsitzenden Kim“, sagte Trump. Es handele sich jedoch um „einen sehr frühen Bericht“. Er fügte hinzu: „Wir werden sehen, was passiert. Wir werden es uns anschauen. Es wird am Ende gelöst werden.“

Der südkoreanische Geheimdienstdirektor Suh Hoon sah unterschiedliche Motive hinter den neuen Aktivitäten in der nordkoreanischen Raketenanlage. Die Führung in Pjöngjang könnte sich auf eine Wiederaufnahme von Versuchen mit Langstreckenraketen vorbereiten, falls die Atomverhandlungen völlig in sich zusammenfielen.

Möglich sei aber auch, dass zusätzliche Konstruktionen gebaut würden, um die Anlage Tongchang Ri dann in einer dramatischen Aktion in die Luft sprengen zu können, wenn im Falle erfolgreicher Gespräche mit den USA amerikanische Inspekteure nach Nordkorea kämen. Auf diese Weise könnte Pjöngjang nach außen hin seinen Willen zur nuklearen Abrüstung bekunden.

Die auf Nordkorea spezialisierte Webseite 38 North verwies in einem Artikel zudem auf kommerzielle Satellitenbilder, die auf einen Wiederaufbau einiger Konstruktionen der Raketenanlage hindeuteten. Die Arbeiten hätten irgendwann zwischen dem 16. Februar und 2. März begonnen.

Laut 38 North wird an der Anlage ein Gebäude wieder zusammengebaut. Zu sehen seien dort zwei Kräne, Wände seien hochgezogen worden und ein neues Dach hinzugekommen. An einer Komponente für Testmotoren werde offensichtlich zudem das entsprechende Tragwerk wieder angebracht.

Der Abbau von Teilen der Anlage für Langstreckenraketen im Nordwesten des Landes gehörte zu einigen Schritten, die Pjöngjang im vergangenen Jahr beim Eintritt in Gespräche mit den USA und Südkorea ergriff. Von der Rampe führte Nordkorea in jüngsten Jahren etwa Satellitenstarts durch, was etliche Sanktionsrunden der Vereinten Nationen nach sich zog. Die Vereinten Nationen sahen darin einen Deckmantel für Tests mit Raketentechnologie.

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