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KorruptionBelgische Behörden durchsuchen EU-Parlament

Der EU-Vizeparlamentspräsidentin Eva Kaili und ihrem Umfeld wird Korruption vorgeworfen. Nun wurde auch innerhalb der Behörden in Brüssel ermittelt. 12.12.2022 - 18:17 Uhr Artikel anhören

Jetzt haben Behörden in Brüssel auch das EU-Parlament durchsucht.

Foto: Reuters

Brüssel. Bei den Durchsuchungen seien Daten von Computern von zehn parlamentarischen Mitarbeitern beschlagnahmt worden. Das teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit. Die Computer seien demnach seit Freitag „eingefroren“ worden, um zu verhindern, dass für die Ermittlung benötigte Daten verschwinden können. Es hätten auch Razzien am Sonntag in Italien stattgefunden, hieß es.

Insgesamt hat es der Staatsanwaltschaft zufolge seit Beginn der Ermittlungen bereits 20 Durchsuchungen gegeben – 19 in Büros und Wohnräumen sowie eine im Europaparlament selbst. Dabei wurden demnach 600.000 Euro im Wohnsitz eines Verdächtigen gefunden, mehrere Hunderttausend Euro in einem Koffer in einem Brüsseler Hotel sowie 150.000 Euro in der Wohnung eines EU-Abgeordneten. Der Name des Parlamentariers wurde nicht genannt.

Die griechische Sozialdemokratin Kaili ist eine von sechs Verdächtigen, die von den belgischen Behörden seit Freitag in dem Korruptionsskandal festgenommen worden sind. Vier von ihnen kamen am Sonntag in Untersuchungshaft – darunter Informationen der Deutschen Presse-Agentur und anderer Medien zufolge auch die 44 Jahre alte Kaili selbst, ihr Lebensgefährte und der ehemalige EU-Abgeordnete Antonio Panzeri. Sie sollen der Staatsanwaltschaft zufolge am Mittwoch vor einer Gerichtskammer erscheinen, die über das Aufrechterhalten der Haft und das weitere Vorgehen entscheiden soll.

Die vier Verdächtigen werden der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, der Geldwäsche und der Korruption beschuldigt. Im Raum steht, dass das Golfemirat Katar, das derzeit die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, mit umfangreichen Geld- und Sachgeschenken versucht hat, Einfluss auf politische Entscheidungen im Europaparlament zu nehmen. Katar wies die Vorwürfe zurück.

dpa
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