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Kraftwerk abgeschaltet In Gaza gehen die Lichter aus

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Türkischer Außenminister weist Steinmeier zurecht

Wie Israel die Hamas zermürben will

Führende westliche Nationen forderten eine sofortige, bedingungslose und humanitäre Waffenruhe. Zugleich äußerten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Staatschef François Hollande, der britische Premier David Cameron und der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi in einer Telefonkonferenz besorgt über das Risiko einer weiteren Eskalation. Auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte eine „sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe“ zwischen Israel und der Hamas gefordert.

Die USA reagierten unterdessen verstimmt auf israelische Kritik an den Bemühungen von US-Außenminister John Kerry, eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt zu vermitteln. In Washington sprach Außenamtssprecherin Jen Psaki verärgert von einer bewussten Desinformationskampagne aus Israel. „Aus unserer Sicht ist das einfach nicht die Art, wie Partner und Verbündete miteinander umgehen“, sagte Psaki am Montag bei einer täglichen Pressekonferenz mit Journalisten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist derweil einem Zeitungsbericht zufolge wegen einer Bemerkung zum Gaza-Konflikt von seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu zurechtgewiesen worden. Wie die türkische Zeitung „Habertürk“ am Dienstag unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtete, beklagte Steinmeier beim Außenminister-Treffen zur Krise am vergangenen Wochenende die Lage Israels. Davutoglu habe sich sehr über die Worte Steinmeiers geärgert, hieß es. Von offizieller Seite lag keine Stellungnahme zu dem Bericht vor.

Laut „Habertürk“ sagte Steinmeier, in Israel seien die Strände leer, weil sich die Menschen wegen des Raketenbeschusses durch die radikale Palästinenserorganisation Hamas nicht mehr ans Meer wagten. Darauf habe Davutoglu in der Ministerrunde erwidert, im Gazastreifen seien die Strände nicht leer, sondern voller toter Kinder. Damit spielte er auf den Tod mehrerer Kinder beim Beschuss durch Israel an einem Strand in dem Küstengebiet an.

Bei dem Pariser Treffen widersprach Davutoglu dem Zeitungsbericht zufolge auch der Einstufung der Hamas als Terrororganisation. Die Hamas sei eine Organisation zur Befreiung jenes Landes, in dem die Vorfahren der Mitglieder seit Jahrhunderten lebten, sagte der Minister demnach. Anders als Israel, die EU und die USA, die Hamas als Terrorgruppe sehen, unterhält die Türkei gute Beziehungen zur Führung der radikalen Palästinenserorganisation.

  • ap
  • afp
  • dpa
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