Krieg in Syrien Bombenhagel auf syrische Rebellenenklave geht weiter

Das syrische Rebellengebiet im östlichen Ghuta bei Damaskus wurde am Dienstag erneut bombardiert. Es soll rund 100 Tote geben.
Update: 20.02.2018 - 12:03 Uhr 2 Kommentare

Fast 100 Tote nach Luftangriffen auf Rebellenhochburg

Fast 100 Tote nach Luftangriffen auf Rebellenhochburg

BeirutBei schwerem Artilleriebeschuss und Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen auf die von Rebellen gehaltene Region Ost-Ghuta bei Damaskus sind am Montag mindestens 98 Menschen getötet worden. Das berichteten am Dienstag die als Weißhelme bekannten Helfer des Syrischen Zivilschutzes und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen verurteilte die Angriffe.

Die Überschrift der Unicef-Pressemitteilung vom Dienstag lautete: „Haben die, die dieses Leid verursachen, immer noch Worte zur Rechtfertigung ihrer barbarischen Akte?“ Und weiter: „Wir haben keine Worte mehr, das Leid der Kinder und unsere Empörung auszudrücken.“

Der Beschuss von Ost-Ghuta, in dem sich Rebellen inmitten von 400.000 Zivilisten verschanzt haben, ging den Berichten zufolge auch am Dienstag weiter. Nach Einschätzung von Beobachtern soll er eine Regierungsoffensive auf die Region vorbereiten. Die Rebellen feuerten am Dienstag nach Berichten staatlicher syrischer Medien Mörsergranaten in die Damaszener Altstadt und die Viertel Bab Tuma, Abu Rummane und andere im Zentrum der Hauptstadt. Ein Mensch sei getötet, mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Sana.

„Die Granaten fallen wie Regen“, berichtete eine Damaszener Einwohnerin der Nachrichtenagentur AP. „Wir verstecken uns im Flur.“

In Ost-Ghuta gerät nach den Worten des UN-Koordinators für humanitäre Hilfe in der Region, Panos Moutzus, die humanitäre Lage außer Kontrolle. „Es ist zwingend erforderlich, das sinnlose Leiden der Menschen zu beenden. Das Zielen auf unschuldige Zivilisten und Infrastruktur muss aufhören“, sagte er am Montagabend. Nach Angaben der Beobachtungsstelle handelte es sich um den blutigsten Tag in Ost-Ghuta seit drei Jahren. Sie sprach von 20 Kindern und 15 Frauen unter den Opfern.

Innerhalb von weniger als 48 Stunden seien nun in Ost-Ghuta fast 200 Menschen ums Leben gekommen, erklärten die Menschenrechtler weiter. Die Region ist seit Monaten von Regierungstruppen eingeschlossen.

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  • ap
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2 Kommentare zu "Krieg in Syrien: Bombenhagel auf syrische Rebellenenklave geht weiter"

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  • Wenn in Syrien die Sonne aufgeht , sieht man Deutsche Tornados der Fotshopping Abteilung
    aufsteigen um hünsche Bilder zu machen. Zwar sind die Bilder nach einer Woche meist nicht mehr gültig , weil sich Koalitionen ändern oder Grenzverläufe. Man bombt trotztdem nach den Bildern und zerfetzt meist Männer ,Frauen und KInder. Wer die Bilder bekommt
    ist sehr fraglich. Zumal die Türken in einer Koalition mit Syrischen Rebellen und die IS nun den
    Völkermord an Kurden vornehmen wollen und wie man heute in den Medien vernahm auch die Christen in Nord Syrien tötet. In Deutschland ist man noch "besoffen vor Glück" das Yücel frei ist. Dafür bekommt die Türkei weiter Waffen und man schämt sich wieder Deutscher zu sein. Die Bundeswehr muss aus Syrien sich verabschieden, hier hat sie nichts mehr zu suchen. Aber nach dem ersten Angriff gegen ein Fremdes Land durch Grüne und SPD ausgelöst ist der Bann gebrochen. Wo geschossen wird , müssen Deutsche Soldaten dabei sein. Das ist Militärtration und Basta.

  • Die "Rebellen" lehnen jegliche Verhandlungen ab, und das war schon vor dem Buergerkrieg
    so. Was erwarten sie? Haben die bewaffneten Kraefte in Ghuta den Rueckhalt der
    Bevoelkerung?

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