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Krieg in Syrien Homs ist weitgehend von Hilfe abgeschnitten

Der syrische Machthaber Assad setzt seine Zermürbungstaktik fort und nimmt zivile Opfer weiter in Kauf. Die internationale Gemeinschaft ist entsetzt, wirkt aber hilflos. Einige wenige Helfer bemühen sich um Vermittlung.
26.02.2012 Update: 26.02.2012 - 16:30 Uhr 8 Kommentare

Wahlen und Gewalt in Syrien

Beirut / Berlin Die syrische Führung hat das von der Opposition scharf kritisierte Verfassungsreferendum ungeachtet neuer massiver Gewalt gegen Zivilisten auf den Weg gebracht. Mindestens 31 Menschen wurden am Sonntag nach Angaben von Menschenrechtlern bereits getötet, während gleichzeitig in zahlreichen Städten die Wahllokale öffneten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle nannte die Abstimmung „eine Farce“. Das Rote Kreuz bemühte sich weiter um Zugang zu den seit mehr als drei Wochen eingeschlossenen Zivilisten, Rebellen und Journalisten im Stadtteil Baba Amro der Protesthochburg Homs, wo die Lage immer prekärer wird.

An eine Teilnahme am Referendum war dort wie auch in vielen anderen umkämpften Provinzstädten nicht zu denken. „Worüber sollen wir abstimmen? Ob wir durch Bombardierung oder durch Kugeln getötet werden? Das ist die einzige Wahl, die wir haben“, sagte Regierungsgegner Walid Fares, der sich aus dem Viertel Chalidija zu Wort meldete. „Wir sind seit 23 Tagen in unseren Häusern gefangen. Wir können nicht raus, außer in ein paar Gassen.“

Märkte, Schulen und Regierungsgebäude seien geschlossen. Auf den Straßen sei kaum etwas los wegen der Heckenschützen. Im Stadtteil Baba Amro gebe es seit drei Tagen nichts mehr zu essen und kein Wasser. Ganz Homs müsse 18 Stunden am Tag ohne Strom auskommen.

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    Im Internet war ein Video zu sehen, dass den Arzt Mohammed al-Mohammed in einer provisorischen Klinik in Baba Amro zeigte. Er hielt einen Blut spuckenden 15-Jährigen mit einer Schrapnell-Wunde am Hals im Arm. „Es ist spät in der Nacht und Baba Amro wird immer noch bombardiert. Wir können für diesen Jungen nichts tun“, sagte der Arzt.

    Die syrische Führung hat erklärt, sie bekämpfe vom Ausland unterstützte Terroristen. Es ist schwierig, die Angaben der Behörden oder der Opposition unabhängig zu überprüfen, da Syrien kaum ausländische Berichterstatter ins Land lässt. In Homs allerdings befinden sich immer noch zwei westliche Journalisten, die kürzlich beim Bombardement der Stadt verletzt wurden. Zwei Kollegen von ihnen starben.

    Rotes Kreuz bemüht sich um Vermittlung
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    8 Kommentare zu "Krieg in Syrien: Homs ist weitgehend von Hilfe abgeschnitten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn das Freunde Syriens sind, dann braucht Syrien keine Feinde mehr!!!

    • Ihrem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen! Ich würde ih unterschreiben! Die BRD ist die grösste Farce der Menschheitsgeschichte!

    • Herr Westerwelle ist die FARCE in Person!

      Ich möchte umgehend einen souveränen Staat mit einem Freidensvertrag und nicht ein besetztes und verwaltetes Deutschland.

    • ach, eine Farce?? Und wie soll man die Wahlen hier in Deutschland bezeichnen???

    • ...ich wünsche Assad ebenfalls viel Erfolg bei der Bekämpfung der von außen gesteuerten Rebellen. Von wem soll denn Syrien befreit werden?
      Von den selben Kriminellen wie schon Lybien befreit wurdeß Geht es Lybien heute nach dem demokratischen westlichen Einfall nun besser? Böses Spiel und Westerwelle sollte mal zur Abwechslung die Wahrheit sagen....

    • Vielleicht sollte man Herrn Westerwelle daran erinnern, daß schon in Deutschland zu einer Bundestagswahl OSZE-Beobachter im Land waren um mögliche Unregelmäßigkeiten zu dokumentieren.

    • Freunde Syriens sind islamistishe nicht demokratishe religiose Bewegungen, Assad will sekulare Staat schutzen und ich wümshe Ihm Erfolg

    • Der Zeitplan für die Verfassung steht bereits seit dem Frühjahr 2011 fest. Davon ab wird jetzt umgesetzt, was doch seinerzeit gefordert wurde - ein Mehrparteiensystem und ein sanfter "regime change", u.a. durch Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten. Aber vielleicht paßt es manchem "Rebellen" nicht, daß der Bestand eines säkularen Syrien festgeschrieben wird. Das sollte dann den Unterstützern der "Rebellen" zu denken geben.

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