Krieg mit der Ukraine Russlands heimlicher Feldzug

In den russischen Medien gibt es keine Informationen über heimische Soldaten, die im Ukraine-Konflikt verletzt oder getötet wurden. Betroffene und Angehörige suchen sich neue Kommunikationswege – über soziale Netzwerke.
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Öffentlich gibt es in Russland keinen Krieg mit der Ukraine und keine russischen Opfer. Angehörige verwundeter oder toter russischer Soldaten tauschen sich deshalb über die sozialen Medien aus. Quelle: dpa

Öffentlich gibt es in Russland keinen Krieg mit der Ukraine und keine russischen Opfer. Angehörige verwundeter oder toter russischer Soldaten tauschen sich deshalb über die sozialen Medien aus.

(Foto: dpa)

MoskauAls der junge russische Fallschirmjäger Nikolai Koslow im Frühjahr zum Einsatz auf die Krim geschickt wurde, waren seine Eltern stolz. Nun, sechs Monate später, ist er zurück in seiner Heimat und liegt amputiert und auf ewig gezeichnet im Krankenhaus. Zeugenaussagen wie die von Koslows Familie häufen sich dieser Tage und zeigen: Russische Soldaten sind tatsächlich in der Ukraine im Einsatz. Doch die meisten Russen scheinen diesen Konflikt schlicht auszublenden.

„Sein Vater hat mich gestern angerufen“, schreibt Nikolais Onkel Sergej an die Nachrichtenagentur AFP. Er habe ihn um Hilfe bei der Pflege des verletzten Soldaten gebeten, der mit Spitznamen Kolka heißt. „Kolka wurde in der Ukraine verletzt, er hat ein Bein verloren, oder auch beide - ich habe nicht gefragt.“

Weil es im Staatsfernsehen praktisch eine Nachrichtensperre zu Opfern gibt, wird vor allem in sozialen Netzwerken im Internet über vermisste oder tote russische Soldaten berichtet. Da ist die jüngst gegründete Facebook-Gruppe „Cargo-200“, die auf die militärische Bezeichnung getöteter Soldaten anspielt, und Informationen über Tote und Vermisste sammelt.

Russlands Präsident Wladimir Putin müsse sich wegen des „Krieges gegen die Ukraine“ vor einem internationalen Gericht verantworten, stand dort kürzlich. Das Portal LostIvan.ru geht ähnlich vor.

Auch die Komitees der russischen Soldatenmütter verlangen Auskünfte zum Ukraine-Einsatz. Die Organisation schätzt, dass in den vergangenen Monaten bis zu 15.000 Soldaten entsendet wurden, um an der Seite der prorussischen Separatisten zu kämpfen. Viele sollen ohne Erkennungsmarke kämpfen und Opfer heimlich beerdigt werden.

Am Dienstag schrieb einer der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Olexandr Danyljuk, auf seiner Facebookseite, dass im Donbass bereits 2000 russische Soldaten getötet worden seien, vor allem Fallschirmjäger. Ob solche Zahlen zuverlässig oder Teil des von beiden Seiten geführten Propagandafeldzugs sind, ist nicht überprüfbar.

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10 Kommentare zu "Krieg mit der Ukraine: Russlands heimlicher Feldzug"

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  • Und dann darf man nicht vergessen, dass es Russen im Südosten der Ukraine sind! Sie leben dort schon immer, sind aber keine Ukrainer, sondern eben Russen.
    Die Ukrainischen Faschisten (die natürlich nur ein Teil der Ukrainer sind, aber kein kleiner!!!) haben ihnen sofort nach dem Kiewer Putsch den Kampf angesagt und mit Verteibung gedroht. Deshalb auch das eindeutige Referendum auf der Krim. Somit wurde dort nur dem Völkerrecht eines Volkes auf seine Souveränität entsprochen.

  • Für die USA steht zu viel auf dem Spiel. Zu viel haben sie in den Putsch investiert. Wenn es ihnen nicht gelingt, einen Keil zwischen Europa und Rußland zu treiben, stehen sie wirtschaftlich vor dem Ende. Außerhalb der Achse Europa/Rußland/China würden sie zur Bedeutungslosigkeit verfallen.

    Also einzige Lösung im Sinne der Europäer:
    Ami go home, fuck the USA!

  • In so einem Hort der Freiheit wie Russland soll es so etwas nicht geben dürfen!!!!!!!!!!!!!!!

  • Nicht dafür das es gemacht wurde, sondern weil es nicht Frau Andrea Merker
    "offen kommuniziert wurde wie viele Freiwillige dafür von der russischen Armee mit notwendigem Sonderurlaub frei gestellt wurden. Auf Grund eines Befehls ist da sicherlich niemand aus Russland in der Ukraine tätig geworden."

    Und morgen liebe erzähle ich euch ein weitere Märchen
    Gute Nacht

  • Artikel:
    „Er hat einen Eid geschworen und die Befehle ehrenwert ausgeführt“, sagte Wsewolod Koslow im russischen Radio

    Es ist wohl nicht nach Putins Wünschen gelaufen mit der Ostukraine. Das sinnlose Töten muß aufhören, sofort und dauerhaft.
    Es ist eine Riesenaufgabe die Ukraine zu befrieden nach soviel Agression und Blutvergiesen.
    Vermutlich wird Putin seine Urlauber aus der Ukraine komplett zurüchziehen müssen um den Preis der Neutralität.

    Einer russischen Zeitung zufolge ließ Putin in einem Gespräch mit Bush durchblicken, „dass die Ukraine, sollte sie in die NATO aufgenommen werden, aufhören werde zu bestehen“.

    Auch diese Drohung wäre dann gegenstandslos.


    Schönen Abend noch.

  • Auch als immer wieder zu Unrecht denunzierter und verunglimpfter Putin-Versteher, muss ich Moskau für diese Schweinerei verbal in den Hintern treten! Nicht dafür das es gemacht wurde, sondern weil es nicht offen kommuniziert wurde wie viele Freiwillige dafür von der russischen Armee mit notwendigem Sonderurlaub frei gestellt wurden. Auf Grund eines Befehls ist da sicherlich niemand aus Russland in der Ukraine tätig geworden. In einigen freiwilligen Bataillonen aufseiten der Ukraine sollen auch nicht wenige Nicht-Ukrainer aus allen Herren Länder kämpfen, auch das wurde und wird nicht offen von Kiew kommuniziert, genauso wenig darüber wie viele militärische Güter aus dem Westen bis heute schon geschickt wurden. Von daher haben beide Dreck am Stecken und man kann diese Vorgehensweisen nicht einseitig verurteilen. Klar sollte allerdings auch sein, dass aus dem Westen stammende Militärs und Berater schon weit vor dem Monat August in Massen in der Ukraine tätig waren und auf neu-russischer Seite erst etwa ab August dementsprechend nachgezogen wurde und sich dann das Blatt massiv zugunsten der Neurussen wendete.

  • eine nette Propaganga-aktion der NSA :-)

    facebook = ami
    internetversorgung in Russland miserabel

    sorry, aber unglaubwürdiger geht es nicht mehr...

    typisch USA

  • Wenn Arsenij Petrowytsch Jazenjuk die Unterstützung von der EU und NATO will, muß er sich den Bedingungen beugen. Unterstützung kassieren und machen was er will geht schon gar nicht.

  • Jeder junge Soldat, ganz gleich auf welcher Seite er kämpft
    und Leben und Gesundheit gefahrläuft einzubüßen oder schon verloren hat, verdient unser Mitgefühl.

    Umso mehr steht die Politik in der Pflicht zu einem schnellen Waffenstillstand zu kommen.

    Kriegstreiber wie Herr Jazenjuk, die die Kämpfe und das Blutvergießen verlängern wollen, müssen in die Schranken gewiesen werden.

    Vor 100 Jahren ist in diesen Tagen die Schlacht von Tannenberg zu Ende gegangen, die über 300.000 russischen und deutschen Soldaten das Leben gekostet hat.

    Die Kämpfe in der Ukraine müssen gestoppt werden.
    die Vorschläge wie das bewerkstelligt werden kann , liegen auf dem Tisch

  • Bitte keine einseitigen kriegstreibenden Überschriften. Vorschlag zur Güte:

    "Russlands heimlicher Feldzug und Amerikas unerklärter Krieg"

    Hintergrund:
    http://www.hintergrund.de/20080826235/politik/welt/die-welt-als-schachbrett-der-neue-kalte-krieg-des-obama-beraters-zbigniew-brzezinski.html

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