Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kriminelles Netzwerk Abhörskandal schockiert Italiener

In Italien hat die Polizei einen gewaltigen kriminellen Abhörring aufgedeckt, der Tausende Prominente belauscht und erpresst haben soll. Die Abhör-Mafia soll sogar Verbindungen zum Geheimdienst gehabt haben. Nun ermittelt das Justizministerium.

HB ROM. Nach der Festnahme von 20 Verdächtigen in einem Abhörskandal hat das italienische Justizministerium eine interne Untersuchung angekündigt. Es solle geprüft werden, ob Beamte seines Hauses in die Machenschaften verwickelt seien, erklärte Justizminister Clemente Mastella am Donnerstag.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte sich der ehemalige Sicherheitschef der Telecom Italia, Giuliano Tavaroli, mit Hilfe von Polizeibeamten und Mitarbeitern der Finanzbehörde illegal Zugang zu privaten Daten wie Kontonummern verschafft. Zu den Überwachten gehörten auch Angestellte der Telecom Italia sowie Prominente und Sportstars, gab die Polizei bekannt. Man ermittle derzeit noch, wieso Tavaroli dies tat und was er mit den Daten anstellte.

Den Festgenommenen werden Korruption und illegaler Zugriff auf Telefon- und Bankdaten zur Last gelegt. Die Daten dienten laut Staatsanwaltschaft als "Instrument für Druck, Drohungen und Erpressung in der Hand einer kleinen Gruppe". Die beim Abhören gewonnenen Erkenntnisse seien weiterverkauft oder für Erpressungen genutzt worden, heißt es. Die Kriminellen hätten auf diese Weise insgesamt rund 20 Millionen Euro eingenommen. In den beschlagnahmten Computern und Dokumenten seien Zehntausende Namen von mutmaßlichen Opfern gefunden worden.

Startseite