Krise in der Ukraine Steinmeier warnt USA vor Waffenlieferungen

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Altkanzler Schmidt wirbt für Verständnis

Die Nato befürchtet dagegen, dass die pro-russischen Separatisten ihre schweren Waffen nur zur Vorbereitung einer neuen Offensive zurückziehen könnten. „Wir begrüßen die Waffenruhe, (...) aber absolut wichtig ist, dass die Überwachung verbessert wird“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch bei einem Besuch des militärischen Hauptquartiers der Nato in Mons in Belgien. „Die kurze Antwort ist: Ja“, sagte Stoltenberg auf die Frage, ob er das Risiko sehe, dass Waffen nur umpositioniert werden.

Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow warf unterdessen den USA vor, kein Interesse an einer Normalisierung der Lage in der Ukraine zu haben. Das Entsenden von US-Soldaten ins Baltikum sei ein Versuch, Russland unter Druck zu setzen, sagte Rjabkow. Moskau lasse dies nicht unbeantwortet.

Altkanzler Helmut Schmidt sprach sich für mehr Verständnis für Russland und Präsident Wladimir Putin aus. Andernfalls sei „nicht völlig ausgeschlossen“, dass aus dem Konflikt um die Ukraine „sogar ein heißer Krieg wird“, sagte Schmidt der „Bild“-Zeitung (Donnerstag).

Die großen Sorgen Putins gälten weniger der Ukraine, Polen oder Litauen, sondern den Nachbarn China, Pakistan und ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken, sagte Schmidt. Angesichts dieser Lage sei Putin die Zukunft der Ukraine „weniger wichtig“.

US-Vizepräsident Joe Biden telefonierte am Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, wie das Weiße Haus mitteilte. Biden zeigte sich demnach besorgt über Verletzungen der vereinbarten Waffenruhe. Die beiden sprachen auch über mögliche neue Sanktionen gegen Russland und die prorussischen Separatisten.

Die USA beschuldigten Russland erneut, die ostukrainischen Separatisten mit Waffen zu unterstützen. Washington will seinerseits das ukrainische Militär mit weiteren Rüstungsgütern im Wert von 75 Millionen Dollar (71 Mio Euro) beliefern. Das sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Mittwoch. Bislang haben die USA Kiew mit Rüstungsgütern im Wert von rund 120 Millionen Dollar unterstützt. Eine Entscheidung über die Lieferung von schweren Defensiv-Waffen hält sich Präsident Barack Obama nach wie vor offen.

  • dpa
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20 Kommentare zu "Krise in der Ukraine: Steinmeier warnt USA vor Waffenlieferungen"

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  • @ Ungehobelter

    >> Wie Ihnen die Deutsche Bundesbank mitgeteilt hat >>

    Sie sollten schon unterscheiden können, ob jemand jemanden "zitiert" oder in seinem Namen spricht.

    In Ihrem Fall würde ich ganz einfach vom Kommentieren ablassen !



  • @Herrn Gerhartz>>Wir haben aber im Gegensatz zu allen anderen Exportnationen (z.B. China, Japan, Russland) keine Währungsreserven.<< Wie mir die Bundesbank mitgeteilt hat, können diese nicht einmal gegengerechnet werden für den unwahrscheinlichen Fall, dass Deutschland einmal ein Außenhandelsdefizit erleidet.<< .......Wie Ihnen die Deutsche Bundesbank mitgeteilt hat.....Herr Gerhartz .... Mir hat die Deutsche Bundesbank nichts mitgeteillt. Aber Sie können auf der Seite der deutschen Bundesbank nachprüfen, wie hoch der Devisenstand der Bundesrepublik Deutschland ist.............

  • "Win Win sozusagen" ;)

  • MAL HIER HINSCHAUEN: http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2015/kann-die-kanzlerakte-ignoriert-werden-ja-sie-kann-und-sie-muss/

  • Guter Link, Danke !

  • Der perfekte Handelspartner ist Russland

    Der natürliche Bündnispartner für Deutschland/Europa ist Russland. Man ergänzt sich in geradezu genialer Weise. Genau das ist seit mehr als hundert Jahren bekannt und wird vom angelsächsischen Block mehr als gefürchtet und folglich in übelster Weise hintertrieben. Betrachten wir doch die Realität: Was brauchen wir aus den USA? Gibt es überhaupt etwas, auf dessen Lieferung aus den USA wir angewiesen wären? Auf Gen-Fleisch, Chlor-Hähnchen und faule Kredite können wir gerne verzichten. Russland auf der anderen Seite liefert Energie und die ungesättigten Märkte dort können noch auf Jahrzehnte deutsche Produkte dankbar aufsaugen. Russland bezahlt seine Importe mit Energie, die USA mit frisch gedruckten Dollarnoten. Ja, liebe Transatlantiker, das ist die Wahrheit!

    Und wenn wir schon über Geld reden, dürfen wir unsere Exportüberschüsse nicht unerwähnt lassen. Seit 1971 hat Deutschland Exportüberschüsse in Höhe von etwa 3.000 Milliarden Euro erarbeitet. Wir haben aber im Gegensatz zu allen anderen Exportnationen (z.B. China, Japan, Russland) keine Währungsreserven. Diese 3.000 Milliarden sind einfach im Finanznirwana verschwunden. Wie mir die Bundesbank mitgeteilt hat, können diese nicht einmal gegengerechnet werden für den unwahrscheinlichen Fall, dass Deutschland einmal ein Außenhandelsdefizit erleidet. Welchen Sonderstatus hat Deutschland also, dass es zwar Exportweltmeister ist, aber keine nennenswerten Währungsreserven hat? Gibt es außer der Kanzlerakte noch andere streng geheime Abkommen zu Ungunsten Deutschlands? Warum dürfen sich die USA und England einfach weigern, uns unser Gold in unser Land zu überstellen? Ist dieses Gold das Pfand für ewiges „Wohlverhalten“? Bis 2099? Und dann?

  • @Herr Vittorio Queri
    -
    Hier steht alles noch etwas detailierter und Übersichtlicher über unsere FRIEDENSENGEL USA :

    http://www.initiative.cc/Artikel/2010_02_13_kriege_usa.htm



  • "Die USA wiederum beschuldigten den Kreml am Mittwoch erneut, die Separatisten in der Ostukraine mit Waffen zu beliefern"
    -
    Wenn die OSZE das in ihren Berichten bestätigen würde wäre die Aussage auch glaubwürdig

    : "Wir bestehen darauf, dass der Abzug von schweren Waffen stattfinden muss, und zwar auf beiden Seiten."
    -
    Richtig auch das wird von der OSZE kontrolliert wenn man sie das mal immer zulassen würde
    Es waren Kiewer Truppen die ein OSZE Auto mit Warnschuessen gestoppt haben
    und Leichenbergung am Flughafen mit Schüssen behindert haben.

    "Er forderte jedoch seinen russischen Kollegen Lawrow auf, Einfluss auf die
    Separatisten zu nehmen, um dem Waffenstillstand Geltung zu verschaffen"
    -
    Auch dies ist eher ein Widerspruch wenn laut OSZE beinahe saemtliche Schüsse von Kiewer Truppen getätigt werden hilft ein Einfluss auf die Seperatisten wenig !!!

    "Washington will seinerseits das ukrainische
    Militär mit weiteren Rüstungsgütern im Wert von 75 Millionen Dollar (71
    Mio Euro) beliefern. Das sagte Regierungssprecher Josh Earnest am
    Mittwoch. "
    -
    Hier sollte man dem Wort WEITERE seine Aufmerksamkeit schenken !!!!!
    -
    Also der Westen gibt zu Waffen zu liefern schon welche geliefert zu haben Kiew bricht den Waffenstillstand immer wieder.
    Aber Forderungen werden an Putin und die Seperatisten gestellt
    -
    So wird das nix mit Frieden ....UND DAS IST WOHL AUCH ABSICHT DER USA !!!

  • Wer sich mit der " Friedliebenden Nation USA " ausseinandersetzen will, sollte ganz einfach mal bei WIKI nachschauen :

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten

    Die LEKTÜRE ist selbst erklärend !


  • Die USA haben weltweit, außerhalb der USA, ca. 1000 Militärstützpunkte. Russland hat 25.
    -
    Aber ausgerechnet Russland wird als "Aggressor" bezeichnet. Ist aber eh längst jedem bekannt, dass nach US-Logik jeder ein böser "Aggressor" ist, der gegen die Weltherrschaft der USA ist. Wie George W.Bush sagte: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns". Eine rechtsradikale Denkweise von der allerschlimmsten Sorte. Extrem dumm und gefährlich.

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