Krise in der Ukraine Großmanöver mit US-Beteiligung in Westukraine

Trotz der Spannungen mit Russland macht das ukrainische Militär mit Machtdemonstrationen auf sich aufmerksam: Mit US-Beteiligung wurde ein Großmanöver durchgeführt. Auch die Bundeswehr war an der Übung beteiligt.
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Ein ukrainischer Soldat(links) lächelt, während im Hintergrund US-Soldaten ihren Panzern inspizieren. Quelle: AFP
Vereint in guter Laune

Ein ukrainischer Soldat(links) lächelt, während im Hintergrund US-Soldaten ihren Panzern inspizieren.

(Foto: AFP)

JaworiwInmitten der andauernden Spannungen mit Russland hat die ukrainische Armee am Montag ein Großmanöver mit umfangreicher US-Beteiligung im Westen des Landes gestartet. An der knapp zweiwöchigen Übung „Rapid Trident“ nahe der Grenze zu Polen nehmen etwa 1800 Soldaten aus 18 Staaten teil.

Dies zeige eine „breite Unterstützung für die Ukraine in ihrem Bemühen um Freiheit und Souveränität“, sagte der ukrainische Kommandeur Alexander Sywak. Sein US-Kollege Alfred Renzi sagte, das Manöver solle "die Fähigkeit zur Zusammenarbeit als vereinte Kraft für Stabilität unter Beweis stellen".

Die meisten der an der Übung beteiligten Staaten gehören der Nato an. Auch aus den früheren Sowjetrepubliken Moldau und Aserbaidschan, die wie die Ukraine blockfrei sind, wurden aber Soldaten entsandt. Die Bundeswehr schickte deutsches „Einzelpersonal“. An dem regelmäßig stattfindenden Manöver hatte sich die deutsche Armee auch im vergangenen Jahr beteiligt.

Die Beziehungen der Ukraine und des Westens zu Russland sind wegen der Krise in der Ostukraine stark angespannt. In dem bewaffneten Konflikt, der seit dem Frühjahr vergangenen Jahres andauert, stehen sich prorussische Kämpfer und ukrainische Regierungstruppen gegenüber. Bislang wurden bereits mehr als 6500 Menschen getötet.

Der Westen beschuldigt Russland, die Aufständischen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen, was Moskau zurückweist. Im Februar wurde in einem in Weißrussland mit deutscher und französischer Hilfe ausgehandelten Friedensabkommen ein Abzug schwerer Waffen aus den umkämpften Gebieten vereinbart. Die Kämpfe in der Ostukraine dauern aber weiterhin an.

  • afp
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