Krise in der Ukraine Neue Gewaltexzesse in Ostukraine

Nur Stunden nach leichten Fortschritten bei Ostukraine-Gesprächen in Berlin sterben in Donezk viele Zivilisten durch eine Granate. Die Hoffnung auf Entspannung im Unruhegebiet ist fast wieder verpufft.
Update: 22.01.2015 - 17:03 Uhr 5 Kommentare
Der ukrainische Präsident Poroschenko nutzte das speziell konzipierte Panel „Die Zukunft der Ukraine“ in Davos dazu, Russland militärische Attacken vorzuwerfen und hält angebliche Beweise hoch. Quelle: Reuters

Der ukrainische Präsident Poroschenko nutzte das speziell konzipierte Panel „Die Zukunft der Ukraine“ in Davos dazu, Russland militärische Attacken vorzuwerfen und hält angebliche Beweise hoch.

(Foto: Reuters)

Donezk/BerlinNeue Gewalt in der Ostukraine: Der Einschlag einer Granate an einer Bushaltestelle in Donezk mit 13 Toten hat den Friedensbemühungen für die Krisenregion einen neuen Dämpfer verpasst. Ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten gaben sich am Donnerstag gegenseitig die Schuld am Tod der Zivilisten. Nur Stunden zuvor hatten die Außenminister der Ukraine und Russlands unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs in Berlin den Abzug schwerer Waffen aus einer Pufferzone vereinbart.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von „wahrnehmbaren Fortschritten“. Es komme aber darauf an, wie die Vereinbarung umgesetzt werde. „Es liegt jetzt an den Konfliktparteien, das Vereinbarte Realität werden zu lassen“, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch in Marokko. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zurückhaltend. „Es gibt leichte Fortschritte, obwohl es auch viele Rückschritte gibt“, sagte sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wurden in dem Konflikt seit April 2014 mehr als 5000 Menschen getötet.

Mit der Tragödie in Donezk verhärteten sich die Fronten wieder. Die Ukraine müsse den Beschuss von Städten stoppen, forderte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. „Es wird immer offensichtlicher, dass die Partei des Krieges in Kiew und ihre Unterstützer im Ausland vor zivilen Opfern nicht zurückschrecken“, meinte er in Moskau.

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk forderte von Russland ein Ende der Unterstützung für Aufständische. „Die russischen Terroristen haben heute erneut einen schrecklichen Akt gegen die Menschlichkeit begangen, und die Verantwortung dafür trägt die Russische Föderation“, sagte er. Die Führung in Kiew wirft Moskau Waffenlieferungen an Separatisten vor. Russland weist dies zurück.

Nach dem Beschuss führten Separatisten demonstrativ etwa 20 gefangene Regierungssoldaten an der zerstörten Haltestelle vorbei. Anwohner hätten die in Zivil gekleideten und erschöpft wirkenden Männer wüst beschimpft und teils geschlagen, berichteten örtliche Medien. Ein ähnliches Zurschaustellen in Donezk war vor einigen Wochen international als Verletzung der Menschenwürde kritisiert worden.

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5 Kommentare zu "Krise in der Ukraine: Neue Gewaltexzesse in Ostukraine"

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  • Warum wendet sich die Ukraine nicht an Draghi...

    auf ein Paar Milliarden mehr oder weniger sollte es ihm nicht ankommen :-)

  • Warum sollten nicht zwischen Moskau und den USA die Fetzen fliegen. Die Rest-Ukraine ist ärger dran als Deutschland nach 1945 . Wir waren zwar von den USA wie heute besetzt , aber es herrschte Frieden. Was Russen und die USA unterscheidet, die USA setzen Söldner gegen die freiwilligen Russen und Ostukrainer ein. Der Bürger hasst den Krieg und die reguläre Armee kämpft wegen drakonischen Todesstrafen aber ohne Kampfeswillen, die von Todesschwadronen der Oligarchen durchgesetzt werden. Oligarchen und USA mit 1/4 der Minister und tausenden von Beratern bilden heute in der Ukraine einen Sumpf von SS,SA,Gestapo der dem Volk am Arsch vorbei geht. Das Leben in der Ukraine war schon vor US-Blackwater Massenmördern und NATO nicht leicht. Obama und Merkel haben die Ukraine zur Hölle gemacht. Jeder demokratische Widerstand auf dem Maidan wird heute chinesisch behandelt. Früher oder später wird die Bevölkerung zu Russland umschwenken, denn die Russen bieten ehrliche Hilfe, Merkel und USA nur Ausbeutung, Sklaverei und Elend. Die USA verlieren jeden Krieg, das ist das Gesetz der Serie und die USA stehen selber vor einem Bürgerkrieg und die Konzentrationslager sind vorbereitet.http://reseauinternational.net/.../2014/12/Fema-Camps_3.jpg

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/22/ukraine-russische-soldaten-und-blackwater-soeldner-kaempfen-gegeneinander/

  • >> und hält angebliche Beweise hoch >>

    Der kriminelle Oligarch hält ein FAKE und keine Beweise hoch !

    Der Bus war 50 km von den Aufständischen entfernt und konnte weder von einer Russischen Rakete noch von Stalinorgeln der Aufständigen getroffen werden.

    Der Bus ist von einer Ukrainischer Mine zerfetzt worden.

    Die Lügenpropaganda der Ukrainischen Kriegsfalken und ihrer Hintermännern aus Washington kennt keine Grenzen mehr !

    >> In Berlin hatten sich auf Einladung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstagabend die Außenminister der Ukraine, Russlands und Frankreichs erneut um eine Lösung des festgefahrenen Konflikts bemüht. >>

    Welche Show zieht hier Steinzeitmeier ab ?

    Er weiß doch ganz genau, das über die Köpfe der Konfliktparteien bzw. Verantwortlicher der Ukraine und Novorossia jegliche "Friedensgespräche" eine Farce sind ....!

    Das einzige, was man mit diesem Format erreichen könnte, wäre eine Entsendung von Internationalen Friedenstruppen in das Kampfgebiet. Davon ist bei den Treffen dieser "Laberrunde" aber KEINE Rede !

    Steinzeitmeier übernimmt mit seiner Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine Verantwortung für die schleichende Ermordung von zig Tausend Zivilisten und Zerstörung ihrer Infrastruktur !

    >> Indes fordert die Ukraine inmitten der Konfrontation im Osten des Landes neue Hilfen und breitere finanzielle Unterstützung vom Internationalen Währungsfonds (IWF). >>

    Kein Geld an die faschistische Junta in der Ukraine !

    Schon gar kein Steuergeld der Europäer.

    Die Amis, die mit dem Konflikt in der Ukraine das Regime im Kreml stürzen wollen ( siehe Sanktionen gegen Russland ), sollen ihren Mist selbst finanzieren !

    Kein europäisches Geld an amerikanische Blackwater-Söldner !
    Kein europäisches Geld an die Schlächter der Ukraine !

    Poroschenko, Jatzenjuk und Turschinov samt ihren Anhängseln vor internationales Kriegsgericht !

    Stoppt den Krieg in Donbass !



  • Da hat sich doch die Unterstützung des Regimes in Kiew gelohnt! Einige Millionen Steuergelder der Bürger wurden rübergereicht, und dann machten die Rüstungskonzerne fette Geschäfte. Dafür sterben nun die Menschen im Donbas.

    Für den Westen ist alles gut - die Kasse stimmt !

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