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Krisengipfel in Berlin Die große Allianz der Griechenland-Gläubiger

Grexit oder Rettung – koste sie, was es wolle? In Berlin scharte Angela Merkel das Who-is-who der Griechenland-Geldgeber um sich: Hollande, Lagarde, Juncker, Draghi. Ihr Ziel: Eine gemeinsame Position im Schuldenstreit.
02.06.2015 Update: 02.06.2015 - 10:11 Uhr 50 Kommentare

„Der Euro wäre nicht mehr unwiderruflich fest“

Berlin Zur Lösung des Schuldenstreits mit Griechenland haben sich Spitzenvertreter aus der EU bis tief in die Nacht mit den Chefs von IWF und EZB in Berlin getroffen. Zu dem bereits bekannten Termin von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Kanzleramt gesellten sich kurzerhand EZB-Präsident Mario Draghi und IWF-Chefin Christine Lagarde. Damit waren alle wichtigen Entscheidungsträger in der Griechenland-Frage vereint.

Nicht in Telefonkonferenz-Konferenzen – sondern demonstrativ an einem Tisch. Ziel der Gespräche sei es gewesen, eine gemeinsame Position zu definieren, über die man mit Griechenland verhandeln könne, sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter EU-Vertreter. Eine Lösung in dem Schuldendrama gibt es allerdings noch nicht zu verkünden: Daran müsse weiter hart gearbeitet werden, erklärte ein Sprecher der Bundesregierung am Dienstag. In Athen hieß es: „Die griechische Regierung hat keinen Plan der Einigung seitens der Institutionen (Geldgeber) erhalten.“

Nicht mit dabei in Berlin: Griechenlands Premier Alexis Tsipras. Er wird nun die Position der Gläubiger präsentiert bekommen. Nach dem Motto: Friss oder stirb. Denn die klamme griechische Regierung ringt seit Monaten mit den internationalen Geldgebern um Reformen, die den Weg frei machen sollen für kurzfristige Hilfszahlungen von 7,2 Milliarden Euro.

Das Land muss am 5. Juni eine Kreditrate von rund 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) begleichen, wenige Tage später stehen weitere Zahlungen an. Insgesamt muss Griechenland im Juni rund 1,6 Milliarden Euro an den Fonds überweisen, im Juli und August werden zudem Milliardensummen an die EZB fällig.

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    Ob die Regierung noch über Mittel dafür verfügt, ist unklar. Das aktuelle Programm für Griechenland läuft Ende Juni aus. Deutschland und Frankreich sind in der Euro-Zone die zwei größten Einzel-Kreditgeber Griechenlands. Die EU-Kommission selbst hat keine Kredite an die Regierung in Athen vergeben, ist mit dem IWF und der EZB aber Teil der Institutionen, die mit Griechenland ein Reformpaket aushandeln sollen.

    Schon während der Euro-Schuldenkrise haben erst Treffen auf höchster Ebene einen Durchbruch gebracht. So konnte im März 2013 eine Einigung mit dem vom Staatsbankrott bedrohten Zypern nur erreicht werden, nachdem die EZB der Regierung in Nikosia ein Ultimatum gestellt hatte.

    In den aktuellen Gesprächen auf Expertenebene zwischen Griechenland und seinen Geldgebern gab es bisher keine erkennbaren Fortschritte bei den umstrittenen Themen Arbeitsmarkt- und Rentenreform. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras steht auch innenpolitisch unter Druck, weil die linksradikalen Kräfte seines Syriza-Bündnisses weitere Einschnitte ins Sozialsystem des Landes strikt ablehnen.

    In der französische Zeitung „Le Monde“ warf Tsipras den Geldgebern am Wochenende vor, auf unzumutbaren Lösungen zu bestehen. Die „Welt“ berichtete vor Beginn des Treffens in Berlin unter Berufung auf Verhandlungskreise, dass Tsipras aber mittlerweile bereit sei, über Pensionskürzungen und ein späteres Renteneintrittsalter zu sprechen.

    • rtr
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    50 Kommentare zu "Krisengipfel in Berlin: Die große Allianz der Griechenland-Gläubiger"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist jetzt aber unser allerletztes Angebot!
      ------------------
      Wenn ihr das nicht annehmt, machen wir euch morgen ein weiteres.
      Und dann täglich ein Neues.
      Wir stellen auch KEINE Bedingungen mehr. Bitte nehmt unsere Geldgeschenke an.
      Die deutschen Steuerzahler sind schon ganz verzweifelt.
      Sollen sie denn etwa mit dem Geld ihre Infrastruktur sanieren? Die Steuern senken?
      Das will doch keiner und das darf auch nicht im Sinne der "Mogelgriechen" sein.

    • Gemeint ist wohl das Who-is-who der Insolvenzverschlepperszene, die sich zum Zwecke der Ausarbeitung eines neuen Plans getroffen haben, wie mit den deutschen Steuerzahler weiter bescheisst, ohne dass es allzuvielen CDU Wählern auffällt.

    • Ich weiß nicht wie oft ich, bzw. wir alle hier in den letzten drei Jahren das Thema "letztes Mal" gelesen und vernommen haben.

      Eine Lüge wird nicht dadurch wahrer, das man sie andauend analog eines Mantras immerzu penetriert. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Mit dem Unterschied das zumindest der deutschen Politik die Wahrheit "abhanden gekommen" ist.

      Sie lügt und betrügt ihrem Wahlvolk die Hucke voll und verscherbelt das bundesdeutsche Volksvermögen, sowie auch die privat Vermögen, oder bringt diese ins Risiko.

      Diese Bundeskanzlerin mitsamt ihrem Kabinett ist das allerschlimmtse was dieses Land im Nachgang 45 erfahren und zu erdulden hat.

      ERBÄRMLICH und VERKOTET !

    • Jetzt stellt Tsipras ein Ultimatum
      -------------------
      Tsipras gibt den Gläubigern eine letzte Chance. Merkel, Hollande und Juncker wollen keinen Austritt aus der Währungsunion. Also werden sie zahlen. Gute Nacht Europa. EU und FIFA unterscheiden sich weniger als man denkt.

      Und andere Euroländer werden dem Beispiel Griechenlands folgen. Dann wird es richtig teuer.
      Und die Eurokraten werden natürlich einknicken. Sie wollen ja niemanden "diskriminieren".

      70% der Griechen wollen den Euro behalten, aber 80% sind gegen weitere Reformen.
      Griechenland muss im Juni 1,6 Milliarden Euro an den IWF an Zinsen zurückzahlen. Die hat es aber nicht.

    • Liebe Frau Ludwig!
      Es ist ein Tippfehler unterlaufen. Die richtige Jahreszahl ist 2057. Es wird also noch viele, viele Jahre um den Grexit diskutiert, de nicht kommen wird.Ob Griechenland in dieser Zeit wieder wirtschaftliche Stabilität erreicht, wird nicht mehr in der EU entschieden. Ökonomisch ist doch alles klar und deutlich beschrieben.

    • Syiza: Wir machen keine Kompromisse und lassen uns nicht erpressen
      ------------------------
      Wir lehnen Reformen ab!

      Die Geldgeber Griechenlands dringen nach monatelangem Streit über die Reformauflagen für neue Kredite auf einen Durchbruch. Den hat es aber nicht gegeben.
      Beratungen bis tief in die Nacht, und trotzdem keine Lösung ins Sicht: In Athen herrscht Ratlosigkeit. Die Regierungspartei Syriza kündigt aber an, den Gläubigern gegenüber hart bleiben zu wollen.

      Der griechische Premierminister verkündet, in der vergangenen Nacht sei ein umfassender Reformplan übermittelt worden. Jetzt sei er "optimistisch", dass die EU-Regierungschefs den Entwurf akzeptieren.
      Der wievielte ist es eigentlich?

    • Das haben schon andere versucht und wurden dafür gehenkt (Saddam) oder im Kanalrohr erschossen (Ghaddafi).
      Der Petrodollar erhält durch die Öldeckung erst seinen Wert.

    • Wann wird werden endlich sämtliche Ölgeschäfte in Europa in € abgerechnet?
      Dann ginge es uns allen besser...

    • @R. Felden
      genau deshalb hat sich Deutschland mitschuldig gemacht, weil "Birne"
      und seine Komplitzen und Nachfolger, die ganze Politkaste, Bankgsterkaste und
      Industrievereine, den Euro gewollt und herbeigebetet haben
      Die Deutsche Normalbevölkerung wurde gleich mit dem Einführungskurs
      rasiert und betrogen. Die genannten Kasten konnten Ihr Einkommen fast unmitteb-
      bar anpassen. Merken Sie was?
      Die Deutsche Jugend lässt man verkommen, der Mittelstand wird zu Tode besgteuert und das nur, dass "Brüssel und die Eurozone" bedient werden können.
      Sehen Sie die Situation und Lge anders?

    • :-)

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