Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Krisengipfel in Wien Jetzt greifen US-Spezialeinheiten in Syrien ein

Der Syrien-Krisengipfel in Wien hat keinen Durchbruch gebracht, aber die Verhandlungen sollen weitergehen. Die USA wollen erstmals Bodentruppen schicken. Das passt Russland überhaupt nicht.
30.10.2015 Update: 30.10.2015 - 19:03 Uhr 16 Kommentare
Russland warnt die USA vor dem Einsatz von Bodentruppen – Obama entsendet trotzdem Spezialkräfte. Quelle: AFP
Barack Obama

Russland warnt die USA vor dem Einsatz von Bodentruppen – Obama entsendet trotzdem Spezialkräfte.

(Foto: AFP)

Wien Als Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Freitagabend im Wiener Cafè Imperial die ganztätigen Verhandlungen zu Syrien zusammenfasste, machte er aus seiner vorsichtigen Zuversicht keinen Hehl. „Das war kein Durchbruch. Es war aber eine überraschend offene und konstruktive Diskussion“, berichtete Steinmeier.

Um den jahrlangen Bürgerkrieg in Syrien zu beenden, soll eine Übergangsregierung unter Einbeziehung aller ethnischen Gruppen gebildet werden, um den weiteren Zerfall des Landes zu stoppen. Danach sollen laut Steinmeier Wahlen unter Aufsicht der Vereinten Nationen erfolgen und ein Verfassungsprozess eingeleitet werden.

Hinter verschlossenen Türen tagten am Freitag die USA, Russland und weitere 17 Delegationen im Wiener Hotel Imperial – es ging um die Frage, wie der syrische Bürgerkrieg beendet werden kann. Die zentrale Botschaft: Die USA greifen nach viereinhalb Jahren erstmals mit Bodentruppen in den syrischen Bürgerkrieg ein. In Wien sickerte die Nachricht durch, aus Washington kam schließlich die Bestätigung.

US-Präsident Barack Obama ordnete die Entsendung von „weniger als 50“ Kommando-Soldaten nach Nordsyrien an, verlautete aus Regierungskreisen. Sie sollen mit örtlichen Bodentruppen im Kampf gegen Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat zusammenarbeiten. Russland warnte die USA allerdings vor dem Einsatz von Bodentruppen. Dies sei „inakzeptabel“, zitierten russische Nachrichtenagenturen den russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Wie groß die Erwartungshaltung an die Syrien-Friedensgespräche war, ließ sich am Konferenzort Wien an der Zahl der Fernsehkameras beobachten. Mehr als 50 Kameras bauten sich vor dem Eingang des Hotels Imperial auf. Auf der anderen Straßenseite demonstrierte am Freitagnachmittag eine Gruppe von rund 80 Syrern, die immer wieder „Assad Mörder“ skandierte und syrische Fahnen mit der Aufschrift „Freedom“ schwenkte.

    Über das Schicksal des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der von Russland massiv unterstützt wird, ist in Wien allerdings nicht entschieden worden. Während die USA, aber auch Deutschland, Frankreich und Saudi-Arabien auf eine schnelle Ablösung des Diktators drängen, stärken ihm Russland und der Iran den Rücken.

    Stellvertreterkrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Krisengipfel in Wien - Jetzt greifen US-Spezialeinheiten in Syrien ein
    16 Kommentare zu "Krisengipfel in Wien: Jetzt greifen US-Spezialeinheiten in Syrien ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Der Flüchtlingsstrom kommt, weil sich keiner traut, den IS wirklich zu bekämpfen. Krieg kommt nun mal innenpolitisch nicht gut an. Hier ist er aber meiner Meinung nach notwendig. Man kann herumargumentieren, dass in der Vergangenheit Dinge falsch liefen, aber im hier und jetzt braucht es eine harte Reaktion gegen den IS. Meinetwegen können das auch die Russen übernehmen, aber GB/FR, hauptsache es macht jemand. Von daher bin ich sehr froh zu lesen, dass endlich etwas passiert. Daher auch von mir: viel Erfolg @ USA.

    • Chapeau!
      Da denken wir beide deckungsgleich. Die Hütte D muss so voll werden, dann kommen wir zum Zug.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht.

    • << evtl möcht eman ja auch wissen, warum die Malaysia Maschinen abgestürzt sind:
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><

      Bush und Blair als Kriegsverbrecher schuldig gesprochen


      Veröffentlicht am November 23, 2011 von denkbonus
      Der Vorwurf lautete: Verbrechen gegen den Frieden. Das Strafverfahren gegen den ehemaligen US- Präsidenten George W. Bush und den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair vor der Kuala Lumpur War Crimes Commission (KLWCC) endete mit einem Schuldspruch gegen die Angeklagten. Bush und Blair werden nun auf die offizielle Liste der weltweit gesuchten Kriegsverbrecher gesetzt.


      Verkündete das Urteil - Oberster Richter Datuk Abdul Kadir Sulaiman

      Die Anhörung hatte insgesamt zwei volle Tage in Anspruch genommen. Zu groß war die Flut an Beweisen, als dass diese in kürzerer Zeit hätten geprüft werden können. Schlussendlich entschieden die Richter, dass Bush und Blair als verantwortliche Staatsoberhäupter schuldig sind, durch Betrug sowie missbräuchliche und selektive Manipulation internationalen Rechts einen völkerrechtswidrigen Akt der Aggression begangen zu haben, der letztlich zu einem Massenmord an der irakischen Bevölkerung führte. In ihrem Urteilsspruch beriefen sich die Richter darauf, dass unter Bush Dokumente gefälscht worden seien um den Eindruck zu erwecken, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. Sie wiesen auch darauf hin, dass die Namen der beiden Schuldigen wie auch die Beweise gegen sie den Mitgliedern des Römischen Statuts überlassen würden, um Bush und Blair in ein internationales Register der Kriegsverbrecher aufzunehmen.

    • Die verschiedenen Gruppierungen in Syrien ( die Regierung Assad wie die verschiedenen, höchst zerstrittenen Oppositionsgruppen ) erwarten ausländische Unterstützung für den Krieg im Land auch durch Bodentruppen. Offenbar sind aber die zahlreichen jungen syrischen Männer, die um Asyl in Deutschland nachsuchen, nicht bereit, für ihr eigenes Land zu kämpfen. Es mag sein, daß allein diese Feststellung gegen die sog political correctness verstößt, berechtigt ist sie jedoch gleichwohl. Wer will diese Frage der Ehefrau oder der Mutter eines gefallenen Soldaten verübeln, gleich ob es sich um einen Russen oder Amerikaner handelt.

    • danke, sie Experte

      Ich bin oft selbst in china, dort haben wir mehrere Produktionswerke und müssen usn schon deshalb mit China WIRKLICH auskennen.

      (...)

      Beitrag von der Redaktion editiert.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht.

    • wow, deshalb also brauchen wir die Flüchtlinge.

      Die pro-ami Seuche ist wohl nicht anders zu bekämpfen.

    • >> Russland warnte die USA allerdings vor dem Einsatz von Bodentruppen. Die sei „inakzeptabel“ zitierten russische Nachrichtenagentur den russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. >>

      Ist doch klar : die Amis versuchen die Russischen Bombardierungen zu blockieren.

      Denn fällt einer dieser "ELITENSOLDATEN", heißt es sofort, der Russe sei schuld.

      Und ausserdem haben die Amis weder ein Mandat von der UNO, noch von der Syrischen Regierung.

      Die Amis betreiben wie immer ein Doppelspiel, sind Zyniker und Heuchler, haben am Kriegsende in Syrien kein Interesse. Die Ami-Oligarchen verdienen sich doch mit Waffenlieferungen in der Region zur Zeit die goldene Nase. Das gleiche gilt für Waffenlieferungen Deutschlands an die Saudis, die die Waffen den IS-Terroristen weiter verkaufen.

      Die Flüchtlingsströme werden massiv zunehmen !

    • Bitte erst informieren! In der Kulturrevolution wurde in China quasi über Nacht die komplette Tradition zerstört.
      Seit 20 Jahren gibt es in China nur noch die Kultur des Geldes. Betrug wird von Staatsseite toleriert, so lange der Betrug Ausländer trifft. Ein funktionierendes Rechtssystem besteht für Ausländer nicht. Die von Staatsseite angeführte Rate der Todesstrafen liegt um den Faktor 5 niedriger als in Wahrheit.

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%