Krisenlage gebessert Monti glaubt noch an Italien

Die finanzielle Lage Italiens hat sich nach Einschätzung von Mario Monti durchaus gebessert. Er sei davon überzeugt, dass das Land die Wirtschaftskrise letztlich überwinden werde, so der Ministerpräsident.
Update: 19.08.2012 - 22:20 Uhr 12 Kommentare
Italiens Ministerpräsident Mario Monti sieht das Land auf gutem Kurs. Quelle: Reuters

Italiens Ministerpräsident Mario Monti sieht das Land auf gutem Kurs.

(Foto: Reuters)

Rom/RiminiIn der Schuldenkrise ist nach Einschätzung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti Besserung in Sicht. In mancherlei Hinsicht rücke das Ende der Krise näher, sagte Monti am Sonntag bei einer Konferenz in Rimini. Die italienische Wirtschaft befinde sich heute in einer besseren Verfassung als noch vor einem Jahr, aber die Bevölkerung sei sich der Schwierigkeiten heute mehr bewusst, erklärte Monti. "Vor einem Jahr glaubten die Menschen weniger als heute, dass wir in einer Krise stecken - Aber ich glaube, wir steckten umso tiefer darin."

Zwar habe seine Regierung nicht damit gerechnet, dass die Reformen das Wirtschaftswachstum mit sofortiger Wirkung ankurbeln, sagte Monti weiter. Wohl aber habe er erwartet, dass die Reformen zu einem schnelleren Rückgang der Kreditkosten führten. Das dies nicht geschehen sei, erschwere nun den Beginn einer wirtschaftlichen Erholung.

Italien gehe es dank des Reformkurses nun besser. Das Land habe "mehr Respekt, Glaubwürdigkeit und sogar Einfluss" in Europa erlangt. Dass das Parlament die Umbaumaßnahmen verabschiedete, bezeichnete er als Wunder einer Zusammenarbeit von Mitte-Links- und Mitte-Rechts-Parteien. Monti beklagte zugleich, die Jugend zahle mit schlechten Berufsaussichten einen hohen Preis, weil die Politik harten Einschnitten im Arbeitsmarkt jahrelang ausgewichen sei.

Der frühere EU-Kommissar und Wirtschaftsfachmann Monti war im November an die Spitze der Regierung bestellt worden, um Italien aus der Krise führen. Seinen Vorgänger Silvio Berlusconi hatten Finanzturbulenzen und der Druck der Märkte in die Knie gezwungen. Monti hat mehrfach angekündigt, bei den im Frühjahr anstehenden Neuwahlen nicht antreten zu wollen.

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12 Kommentare zu "Krisenlage gebessert: Monti glaubt noch an Italien"

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  • Klar malt Herr Monti ein buntes Bild, damit auch weiterhin wenn nötig die Milliarden/Billionen oder was da in Zukunft auch immer für Zahlen auf uns zukommen, fließen.

  • Sie können in den Redaktionen so viele Fotos von diesem nicht demokratisch legitimierten Monti drucken, wie sie wollen, ihm steht die Unaufrichtigkeit auf jedem ins Gesicht geschrieben!

  • D. bleibt in Euro
    Vorteile, mehr wettbewerbsfähigkeit durch billigere Exporte die zu mehr Handelsüberschuss führt.
    Nachteile, D. muss ständig für die Krise der anderen Euroländer zahlen und sogar wird für diese verantwortlich gemacht, Spannungen zw. D. und der anderen Länder entstehen die wenig zum Zweck der europäischen integration zu tun hat.

    D. tritt aus Euro
    Vorteile: der Finanzplatz in D. wird gestärkt durch eine stärkere Währung. Importen sind billiger. Die Forschung und Entwiklungsprozesse die hohe Kosten erfordern, werden von Europa in D. konzentriert. D. muss nicht für andere zalen und verfügt über mehr Unabhängigkeit
    Nachteile. Massenproduktion wird von D. ins Ausland verlagert was vielleicht zu mehr Arbeitslosigkeit führt. Die Wettbewerbsfähigkeit sinkt wegen vergleichweise höhere Produktionskosen. Handelsbilanz hat weniger Überschusse

    Jedes Szenario hat Vor und Nachteile aber kaum jemand weiss wirklich was besser wäre, dennoch muss die Regierung aufpassen dass die Interessen der Deutschen nicht noch einmal wegen der Probleme anderer Länder ins Hintertreffen geraten.

  • Der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

    Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

    1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

    2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

    3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

    4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

    5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

    6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

    7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

    Deswegen sind als Minimum der ESM Stopp, der deutsche Euroaustritt und die Wiedereinführung der DM notwendig und selbstverantwortliche Länderwährungen in Europa, so wie vor dem Euro, um wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen.

  • Wenn denn Griechenland statt Deutschland aus dem Euro geht, rast der Zug nur weiter auf die Wand zu und wird der Schrecken am Ende noch größer für Deutschland und Europa.

    Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM mit Heimholung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland retten Deutschland vor immer weiteren wahnwitzigen Geldforderungen der anderen und geben gleichzeitig dem Resteuro bzw den Strukturschwachen die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik wieder realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten kann. Und dann bekommen wir wieder Boden unter den Füssen.

  • Für die, die die Geldgeschichte nocht nicht studiert haben: 



    Die Zentralbanken sind nicht die Retter, sondern die VERURSACHER des Weltgeldbetrugsystems. 

Sie schufen das Fiatschuldgeld, die Wertschöpfung aus dem Nichts gespikt mit Zins- und Zinseszins, das Fractional Reserve Banking usw!



    Sie haben mit ABSICHT den Derivat- und Schuldenberg so unglaublich aufgeblasen, dass er explodieren muss (und soll!), damit die gewollte Weltkrise die Weltkorporation und Weltregierung einleitet.

    Viele wissen nicht einmal, dass die amerikanische Federal Reserve nicht staatlich sondern ein privates (!) Bankenkartell ist, und zwar das dritte, das die USA seit 200 Jahren gehabt haben (1791-1811 Hamilton fur, Jefferson gegen; 1816-1836: Jackson (‘the president who killed the (Central) Bank!’; seit 1913 die ‘Federal Reserve’ bis jetzt) und die die USA in den 1. und 2. Weltkrieg gedrangt haben und von Kleptoplutokraten geleitet werden.


    Das ist so, wie wenn man einen Pyromanen in der Feuersnot um Hilfe bittet!

    Die Federal Reserve ist genausowenig staatlich wie die Federal Express!


  • Warum führt ITALIEN nicht eine ZWANGSABGABE für Italiener ein ?
    Die Staatsverschuldung pro Einwohnerzahl ist doch in Iatlien um die hälfte kleiner wie bei den Deutschen.

  • Die ganz großen Betrügereien der Finanzoligarchie und der Kleptoplutokratie liegen tiefer:



    Betrug 1:
 Fiatschuldgeldsystem - Schaffen von Papier/Giralgeld buchgstäblich aus dem Nichts!



    Betrug 2:
 Fractional Reserve Banking 1;30-1:100! 
Für jedes existentes Geld wird von der Bank ein Vielfaches aus der Luft geschaffen und als Darlehen dem Kunden gegeben.



    Betrug 3:
 Die private 'Federal Reserve’ und die privaten Banken können durch Ausdehnung und Kontraktion der Geldmenge beliebig Zyklen von Inflation und Deflation erzeugen (tun aber so, als ob sie diese verhinderten!).



    Betrug 4: Inflation: Geldvermögen wird wertlos gemacht
Deflation: Sachvermögen werden wertlos gemacht



    Betrug 5:
 Kleptoplutokraten kaufen immer mehr Vermögen der Bevölkerung mit dem wertlosen Papiergeld auf, daß sie der Bevölkerung aufgeschwatzt hatten.



    Betrug 6:
Zins- und Zinseszins oder äußerer Krieg ruinieren den Staat zuletzt und die Rothschilds etc fangen das Spiel von neuem an!

  • An Italien glaube ich auch, aber nicht daran, dass Goldman Sucks Leute Italien, Deutschland oder sonstwo den Menschen helfen und die Länder retten wollen. Die sind nicht die Helfer sondern die VERURSACHER der Probleme! Mensch, was die sich anmassen!

  • >Monti glaubt noch an Italien
    Und wer außer Herr Monti noch?

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