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Kritik an Ukraine EU-Kommissare wollen nicht zur Fußball-EM kommen

Die EU-Kommission protestiert gegen den Umgang der Janukowitsch-Regierung mit der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko: Alle 27 Mitglieder der EU-Kommission wollen die Europameisterschaft in der Ukraine boykottieren.
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Julia Timoschenko steht unter dem Schutze der EU: Die EU-Kommission setzt den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch wegen seinem Umgang mit Timoschenko unter Druck. Quelle: AFP

Julia Timoschenko steht unter dem Schutze der EU: Die EU-Kommission setzt den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch wegen seinem Umgang mit Timoschenko unter Druck.

(Foto: AFP)

Kiew Aus Protest gegen den Umgang mit der inhaftierten ukrainischen Oppositionschefin Julia Timoschenko will die gesamte EU-Kommission der Fußball-Europameisterschaft in dem Land fernbleiben. Alle EU-Kommissare teilten in dieser Hinsicht die Haltung von Kommissionspräsident José Manuel Barroso, teilte die EU-Vertretung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Donnerstag mit. Der breite Protest gegen die Haltung Kiews dauerte an.

„EU-Kommissionspräsident Barroso hat nicht die Absicht, in die Ukraine zu reisen oder an den Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Euro-2012 teilzunehmen“, hieß es in einer auf der Facebook-Seite der EU-Delegation in Kiew veröffentlichten Erklärung. Diese Haltung werde „von allen EU-Kommissaren geteilt“. Barroso selbst hatte bereits zuvor angekündigt, nicht in die Ukraine reisen zu wollen.

Die ukrainische Führung unter Präsident Viktor Janukowitsch steht wegen ihres Umgangs mit Timoschenko massiv in der Kritik. Aus Protest gegen den Umgang der Behörden mit der Ex-Regierungschefin forderten schon viele Politiker einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine, die ab dem 8. Juni gemeinsam mit Polen Gastgeberland ist. In Kiew soll unter anderem das Endspiel am 1. Juli ausgetragen werden.

Die an Bandscheibenproblemen leidende Timoschenko verbüßt in der Ukraine eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs. Die ehemalige Regierungschefin protestiert seit dem 20. April mit einem Hungerstreik gegen ihre Haftbedingungen. Sie wirft Präsident Janukowitsch vor, die Prozesse gegen sie seien ausschließlich politisch motiviert.

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