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Kündigung des Atomabkommens Das sind die wichtigsten Punkte aus Trumps Iran-Rede

Der US-Präsident kündigt das Atomabkommen mit dem Iran auf und will „Sanktionen auf höchstem Niveau“ verhängen. Seine Rede im Überblick.
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„Die USA machen keine leeren Drohungen mehr.“ Quelle: Reuters
US-Präsident Donald Trump

„Die USA machen keine leeren Drohungen mehr.“

(Foto: Reuters)

DüsseldorfAlle Versuche auf europäischer und internationaler Ebene, den US-Präsidenten von seinem Vorhaben abzubringen, sind gescheitert. Am Dienstag kündigte Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und Sanktionen gegen das Land „auf höchstem Niveau“ an. Das sind seine Gründe:

Iran treibt weiter sein Unwesen

„Das iranische Regime ist der führende staatliche Sponsor des Terrors“, sagte US-Präsident Donald Trump in seiner Rede am Dienstag im Weißen Haus. Die Regierung würde Raketen exportieren, Konflikte in der Region anheizen und Gruppen wie die Hisbollah, Hamas, Taliban und Al-Qaida unterstützen.

Seit das Atomabkommen in Kraft getreten sei, habe das iranische Militär seinen Etat laut Trump um 40 Prozent aufgestockt – der Wirtschaft gehe es aber nach wie vor sehr schlecht. Die Diktatur habe die Einnahmen genutzt, um weiter an der Atombombe zu forschen und auch Terrorismus zu finanzieren, so der US-Präsident.

Das Abkommen hindert Iran nicht am Bau der Atombombe

„Das Abkommen leistet nichts, um die destabilisierenden Aktivitäten des Iran zu unterbinden“, sagte Trump. Der Deal ermögliche dem Iran sogar, weiterhin Uran anzureichern.

Mit dem Abkommen seien zwar die erdrückenden Sanktionen aufgehoben worden, doch der Iran hätte sein Nuklearprogramm dafür nur geringfügig einschränken müssen – sein „bösartiges Handeln“ jedoch überhaupt nicht, fügte der US-Präsident hinzu. Als Beispiel nannte er „unheilvolle Aktivitäten“ in Syrien, dem Jemen und „anderen Orten auf der ganzen Welt.“

Laut Trump habe der Deal dem „Terror-Regime“ viele Milliarden Dollar eingebracht. Er bezeichnete das als „eine Peinlichkeit für mich als Bürger und für alle Bürger der USA“. Die US-Regierung hätte damals ein konstruktives Abkommen schließen können – dies sei jedoch nicht geschehen.

Der Atom-Deal sei also schlecht verhandelt worden und könne Iran nicht davon abhalten, irgendwann eine Atombombe zu bauen. „Wenn wir nichts tun, wissen wir genau, was passieren wird“, sagte Trump: Iran würde bereits in kurzer Zeit die gefährlichste Waffe der Welt besitzen.

Die Entscheidung

Der US-Präsident kündigte an, dass sich die USA aus dem Atomabkommen zurückziehen und erneut Sanktionen „auf höchstem Niveau“ verhängen würden. Eine Drohung an andere Staaten schickte er direkt hinterher: Jede Nation, die dem Iran dabei helfen würde, Atomwaffen zu erlangen, würde ebenfalls von den Sanktionen getroffen.

Nur kurz nach der Verkündung forderte der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, Deutschland dazu auf, seine Geschäftsbeziehungen mit dem Iran herunterzufahren.

Nordkorea-Treffen in Vorbereitung

„Die USA machen keine leeren Drohungen mehr“, betonte Trump: „Wenn ich Versprechen mache, halte ich sie auch.“ Er verkündete, dass US-Außenminister auf dem Weg nach Nordkorea sei, um das Treffen zwischen Trump und dem dortigen Machthaber Kim Jong Un vorzubereiten, bei dem es hauptsächlich um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gehen wird.

„Pläne werden geschmiedet, Beziehungen entwickeln sich, und hoffentlich werden wir einen Deal erreichen.“ Mit der Hilfe Chinas, Südkoreas und Japans könne eine „Zukunft voller Wohlstand und Sicherheit für alle“ erreicht werden.

Das Angebot

Trump beendete seine Rede mit einer „Nachricht an das seit langem leidende Volk Irans“: Vor fast 40 Jahren sei die Diktatur an die Macht gekommen und habe eine stolze Nation „als Geisel genommen“. Doch die Zukunft des Landes gehöre dem Volk.

Trump prophezeite, dass Irans Regierung ein neues Abkommen ablehnen würde und zeigte sogar Verständnis: „Ich würde an ihrer Stelle wahrscheinlich dasselbe tun.“ Doch letztendlich würden die iranischen Führer einen neuen Deal haben wollen – einen, der dem ganzen Land und seinen Bewohnern nützen würde: „Und dann bin ich bereit.“

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1 Kommentar zu "Kündigung des Atomabkommens: Das sind die wichtigsten Punkte aus Trumps Iran-Rede"

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  • Was wäre, wenn die ganze restliche Welt einer Meinung ist, und die Amerikaner ihre Hamburger alle alleine essen müssen? ... Trump bekäme Verstopfung und würde auf allen Vieren dahergekrochen kommen.