Kulturminister Neumann kritisiert China ungewohnt scharf

„Statt Toleranz und Freiheit erleben wir in China eklatante und systematische Menschenrechtsverletzungen“ - Kulturstaatsminister Bernd Neumann fand auf einer Ausstellung deutliche Worte gegen das Land der Mitte.
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BerlinKulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat die chinesische Regierung in ungewohnt scharfer Form kritisiert. „Statt Toleranz und Freiheit erleben wir in China eklatante und systematische Menschenrechtsverletzungen“, sagte Neumann am Dienstag bei einer Ausstellungseröffnung des Schriftstellerverbands PEN in Berlin.

Der CDU-Politiker verwies auf das Schicksal chinesischer Künstler und Dissidenten wie Liao Yiwu und Ai Weiwei. Grundlegende Menschenrechte und vor allem die Freiheit der Kunst würden in China nach wie vor missachtet, sagte Neumann nach Angaben seines Hauses. „Dies ist jedoch kein Grund, den kulturellen Dialog mit China einzustellen, ganz im Gegenteil: Gerade, um mehr Öffnung zu bewirken, brauchen wir den Austausch.“

In der Ausstellung widmet sich der deutsche Ableger des internationalen Schriftstellerverbandes PEN seiner Geschichte. Das umstrittene Verhalten während der NS-Zeit wird allerdings nicht vertieft dargestellt. Schwerpunkt der Schau ist die Nachkriegszeit.

Im Vorfeld war es zum Streit um die Rolle des PEN während des Nationalsozialismus gekommen. Vertreter des früheren Verbands der Exil-Schriftsteller warfen dem deutschen PEN Geschichtsklitterung vor. PEN-Präsident Johano Strasser wies die Vorwürfe zurück. Seine heutige Aufgabe sieht der Verband vor allem in der Unterstützung verfolgter Schriftsteller und Journalisten weltweit. Die Projekte „Writers-in-Prison“ und „Writers-in-Exile“ sollen den Verfolgten Hilfe und Schutz bieten.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Kulturminister: Neumann kritisiert China ungewohnt scharf"

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  • Wenn Jemand schon damit anfängt seine Qualifikation als Argument ins Spiel zu bringen, kann es mit den Argumenten nicht weit her sein. Ich habe gleich am Anfang geschrieben, daß ich nur ein paar Monate in China war. Ich gebe jedem recht, der meint, Auslandsauffenthalt schult, die Sinne. Ich gebe Ihnen sogar absolut recht, wenn Sie sagen, daß es vieles sehr Gutes in Deutschland gibt trotz GEZ. Aber GEZ war nicht das Thema. Das Thema war und ist in welche Richtung es in Deutschland geht. Die GEZ ist dabei ein gutes Beispiel einer totalitärern Praxis. Und andere Beispiele folgen, wie z.B. die Reduzierung der Meldegrenze von 15.000 € auf 1.000 € bei Überweisungen (Vorwand "otimierung" Geldwäsche). Und das andere Thema ist ein Land wie China mit seinem rasanten Wachstum und seinen riesigen Zentren wie Shanghai regierbar zu behalten, ein paar Künstler und Intelektuelle sind vielleicht für uns Deutsche wichtig aber nicht für das riesige Land. Wenn es in einer Großstadt wie Shanghai wirklich zu einer Revolte kommt, sterben tausende von Menschen direkt oder indirekt durch die Folgen. Und soetwas ist ein Thema. Aber unsere schöngeistigen Politiker suchen sich Kritikpunkte wie Tibet oder ein paar Künstler die ihren Mund zu weit aufreißen um China an Bein zu pinkeln. Leider haben Sie das trozt Ihrer langen Auslandserfahrung nicht verstanden-aber wie könnte ein Niemand das auch ?

  • So so, was Sie nicht sagen. Ich war über 10 Jahre in China tätig und bin auch heute noch mehrmals im Jahr in China, Südkorea und Japan unterwegs. Durch Ihren Kommentar wird sehr deutlich, dass Sie noch ein paar Jahre im Ausland verbringen sollten, um mittreden zu können. Hören Sie auf nur an der Oberfläche zu kratzen, dann finden Sie auch den Dreck, der verborgen ist. Viele der deutschen "Jammerlappen" wissen wirklich nicht (mehr), wie gut es ihnen (TROTZ GEZ) hier geht...kaum zu glauben, aber wahr. Viel Spass also noch und vergessen Sie das Lernen nicht...

  • Da habe ich wohl den Nerv von Niemand getroffen hahaha. Ist halt Mist, wenn es mal JEMANDEN gibt, der dort war und nicht nur alles aus dem der Glotzkiste kennt (wie eben dieser Niemand und GEZ-Zahler :-). Unser tägliches Leben unterscheidet sich in Punkto Freiheit jedenfalls überhaupt nicht von dem in China. Wenn irgendwelche "Künstler" Krawalle machen um das Regime zu attakieren, muß das Regiem eben einschreiten. Bei uns sind das Wasserwerfer und Knüpel die in Stuttgart gegen ganz normale Bürger eingesetzt werden, weil sie gegen eine bürgerfremde aber selbstverständlich "demokratischen" Entscheidung angehen wollen.
    Nächstens kuckste vielleicht selber mal wie es vor Ort wirklich aussieht, bevor de andere Leute blöd anlaberst o.k. !?

  • Schön, dann wandern Sie bitte nach China aus und Deutschland hat einen dieser ständig jammernden Bürger weniger. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen in China ohne GEZ-Gebühr.

  • Ich war in China für mehrere Monate, ich habe nichts erlebt und oder von chinesichen Freunden erfahren, was auf besondere Represalien auf das Volk schließen ließe. Und das hat seinen Grund, die chinesische Regierung hat vor nichts mehr Angst als vor Massenaufständen ! Und die könnten durch Unzufriedenheit entstehen. Massenaufstände könnte man zwar niederknüppelt werden, aber mit welchem Aufwand und mit welchem Risiko wäre das verbunden. Nein, aus meiner Sicht haben nur wir Nachholbedarf in Punkto Freiheit. In Deutschland bin ich gezwungen eine GEZ-Gebühr zu bezahlen auch wenn ich NIE fernsehe. Mit dem Trick, der neuartigen Rundfunkempfänger ist auch der letze ein potentieller "Fernseher". Wo bleibt denn da der Protest des Kulturministers. Ah, ich höre nichts.....na, das liegt wohl daran, daß es auch der Kultur des Ministers entspricht Menschen ihn ihrer freien Entscheidung einzuschränken. Mit dem Konzept der sogenannten "Demokratie" (einmal Kreutzschen in 4 Jahren hahaha) würde China zu dem Spielfeld, auf dem sich insbesondere die Amerikaner besonders gut auskennen. Zum Glück sind die Chinesen ja nicht dumm.....

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