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Lagarde-Nachfolge Dieser Mann könnte neuer IWF-Chef werden

Die Niederlande wollen mit Jeroen Dijsselbloem den früheren Chef der Euro-Gruppen als Lagarde-Nachfolger durchsetzen. Die Bundesregierung hat Sympathie für den Vorschlag.
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Der Niederländer leitete die Gruppe der Euro-Finanzminister von 2013 bis 2017. Quelle: AFP
Jeroen Dijsselbloem

Der Niederländer leitete die Gruppe der Euro-Finanzminister von 2013 bis 2017.

(Foto: AFP)

Brüssel Die Europäer wollen nach Christine Lagarde auch den nächsten IWF-Chef stellen – und dafür kursiert inzwischen auch ein Name. Die niederländische Regierung wolle den früheren Euro-Gruppen-Vorsitzenden Jeroen Dijsselbloem als neuen Direktor des Internationalen Währungsfonds durchsetzen, bestätigten EU-Diplomaten in Brüssel. Die Regierung in Den Haag habe in mehreren EU-Hauptstädten für Dijsselbloem geworben, hieß es in Brüssel.

Die Bundesregierung habe Sympathie für den Vorschlag. Als Euro-Gruppen-Vorsitzender habe sich Dijsselbloem einen sehr guten Namen gemacht. Aus deutscher Sicht komme er für den Posten des geschäftsführenden IWF-Direktors daher infrage.

Dijsselbloem leitete die Gruppe der Euro-Finanzminister von 2013 bis 2017. Nach der schweren Wahlniederlage seiner Partei verlor der Sozialdemokrat 2017 sein Amt als Finanzminister und musste deshalb auch die Leitung der Euro-Gruppe abgeben. Die Regeln der Euro-Zone sehen vor, dass nur amtierende Finanzminister Vorsitzende der Euro-Gruppe sein können.

In der Euro-Zone wird Dijsselbloem schwer vermisst – jedenfalls im Norden und Osten der Währungsunion. Der Niederländer hatte den Südeuropäern immer wieder einmal klare Ansagen gemacht – und war damit in Italien, Spanien und Portugal kräftig angeeckt.

„Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend Sie um Ihre Unterstützung bitten“, hatte Dijsselbloem im März 2017 gesagt. Dies gelte nicht nur auf persönlicher, sondern auch auf politischer Ebene. Die Aussage trug ihm Rücktrittsforderungen aus Südeuropa ein. Dijsselbloem musste sich entschuldigen.

Mit seinem Nachfolger verhält es sich nun umgekehrt: Der portugiesische Finanzminister Mario Centeno steht im Nord-Süd-Konflikt in der Währungsunion eher auf der Seite des Südens. Provokante Äußerungen waren von ihm bisher zwar nicht zu hören. Gleichwohl gilt er in Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien als schwacher Chef der Euro-Gruppe. Umso mehr trauert sie Dijsselbloem nach.

Mehr: Die Vergabe des IWF-Chefposten sollte genutzt werden, um endlich ein Schwellenland zu beteiligen, meint Moritz Koch.

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