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Landwirtschaft Dänemarks Agrarsektor erwartet wegen Dürre Verluste von 1,1 Milliarden Euro

Die Verluste in Dänemarks Agrarsektor könnten die größten seit der Finanzkrise 2008 sein. Das sorgt für viele Firmenpleiten.
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Im laufenden Jahr gab es in Dänemarks Agrarsektor bereits 100 Pleiten. Quelle: dpa
Traktor auf trockenem Feld

Im laufenden Jahr gab es in Dänemarks Agrarsektor bereits 100 Pleiten.

(Foto: dpa)

KopenhagenIn Dänemark trifft die Dürre Landwirte stärker als bisher erwartet und dürfte dem Branchenverband zufolge immer mehr Firmenpleiten auslösen. Die Verluste im Agrarsektor könnten sich auf umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro summieren und damit so hoch ausfallen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, teilte das Forschungsinstitut Seges des dänischen Landwirtschafts- und Lebensmittelrats am Mittwoch mit.

Etwa drei Viertel davon gingen allein auf die Trockenheit zurück. Zudem leiden die Bauern vor allem darunter, dass die Preise für Schweinefleisch auf den niedrigsten Stand seit 2007 gefallen sind.

„Es besteht kein Zweifel, dass die Dürre so viele Bauern getroffen hat, dass es noch mehr Konkurse geben wird“, sagte Seges-Ökonom Klaus Kaiser zu Reuters, ohne jedoch eine Schätzung zu nennen. Zwanzig dänische Landwirtschaftsbetriebe meldeten im Juni Konkurs an, mehr als doppelt so viele wie vor Jahresfrist.

Im laufenden Jahr gab es bereits 100 Pleiten - verglichen mit 130 im gesamten Jahr 2017. Vor kurzem hatte die Lobbygruppe prognostiziert, dass die Ernte von Weizen, Gerste und Roggen um rund 40 Prozent geringer ausfallen könnte als in den Vorjahren.

Auch in vielen anderen Ländern in Europa sorgte der heiße Sommer mit Hitze und Trockenheit für Ernteausfälle. Die Bauern in Deutschland etwa sollen wegen der Dürre vom Bund bis zu 170 Millionen Euro an Unterstützung erhalten. „Insgesamt soll den Landwirten mit 340 Millionen Euro geholfen werden“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin. Durch die Dürre seien nach Angaben der Länder rund 10.000 Betriebe existenziell gefährdet. Als Voraussetzung für die Hilfen erklärte Klöckner den nationalen Notstand, also ein Wetterereignis von nationalem Ausmaß.

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