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Laurent Pietraszewski Dieser Mann muss die Franzosen mit der Rentenreform versöhnen

Nach dem Rücktritt von Jean-Paul Delevoye hat Frankreich einen neuen Renten-Beauftragten. Seine ersten Arbeitstage könnten turbulent werden.
18.12.2019 - 17:30 Uhr Kommentieren
Plötzlich im Zentrum einer nationalen Krise. Quelle: Reuters
Laurent Pietraszewski

Plötzlich im Zentrum einer nationalen Krise.

(Foto: Reuters)

Paris Die Zeit drängte. Nur zwei Tage, nachdem Jean-Paul Delevoye wegen Interessenskonflikten als Rentenbeauftragter zurücktreten musste, hat Staatspräsident Emmanuel Macron mit Laurent Pietraszewski seinen Nachfolger ernannt. Der Zeitpunkt ist präzise gewählt.

Mittwoch und Donnerstag laufen Verhandlungen von Premierminister Edouard Philippe mit den Gewerkschaften über die umstrittene Reform, gegen die die Franzosen schon seit 13 Tagen auf die Straße gehen. Dabei braucht er einen Rentenspezialisten an seiner Seite. „Einen neuen Kapitän mitten im Sturm“, wie es der TV-Sender „franceinfo“ auf den Punkt brachte.

Der 53-jährige Pietraszewski zählt zu den frühen Anhängern des Präsidenten. Er habe sich Macrons Partei „En marche“ (LREM) am 6. April 2016 angeschlossen, „am Tag ihrer Gründung“, wie er stolz sagt. Der bei Lille aufgewachsene Politiker ist seit Juni 2017 LREM-Abgeordneter im Departement Nord und Mitglied der Rentenkommission.

Vor seiner politischen Karriere kümmerte sich der Vater von zwei Kindern als Personalbeauftragter um die 46.000 Angestellten der Supermarktkette Auchan. Im sozialen Konfliktmanagement kennt er sich bestens aus, was in der aufgeheizten Rentendiskussion Frankreichs zur Schlüsselqualifikation gehören dürfte.

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    In der Politik ist der neue „Monsieur Rente“, wie er in Frankreich schon genannt wird, aber eher ein Neuling. Erst seit seinem Eintritt in die LREM sammelt er entsprechende Erfahrungen; anders als sein Vorgänger Delevoye, der seit Jahrzehnten im politischen Getriebe des Landes unterwegs war und den komplexen Gesetzentwurf zur Rentenreform bis in alle Verästelungen kannte.

    Er ist derjenige, der das Thema der Renten am besten kennt. Ein Mitglied der französischen Sozialkommission

    Leicht werden die Verhandlungen für ihn ohnehin nicht. Für diesen Donnerstag sind erneut Demonstrationen angekündigt, am Dienstag gingen Hunderttausende auf die Straße. Künftig soll das Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre hochgesetzt werden, was viele Franzosen als Zumutung betrachten. Jetzt beginnt die Suche nach einem Kompromiss.

    Mehr: Jean-Paul Delevoye ist eine zentrale Figur der umstrittenen Rentenreform. Nach Enthüllungen über zahlreiche Nebenjobs tritt der 72-Jährige nun zurück.

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