Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Laut Kanada Mali wird zum neuen Afghanistan

Der Konflikt mit Islamisten in Mali könnte nach Ansicht des kanadischen Außenministers so langwierig werden wie der in Afghanistan. Eigene Soldaten entsendet Kanada daher nur ungern.
6 Kommentare
Soldaten aus Mali kontrollieren Reisende. Quelle: ap

Soldaten aus Mali kontrollieren Reisende.

(Foto: ap)

Ottawa/Brüssel Die kanadische Regierung sieht auf Mali einen ähnlichen jahrelangen Konflikt mit Islamisten zukommen wie in Afghanistan. "Im Land wir es ziemlich genau so einen Aufstand geben wie wir ihn im Irak oder in Afghanistan erlebt haben", sagte Außenminister John Baird am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in Ottawa. Er sei deshalb sehr zurückhaltend, was die Entsendung potenziell Tausender kanadischer Soldaten in das afrikanische Land angehe. "Wir werden uns nicht mir nichts, dir nichts in ein weiteres Afghanistan begeben." Auch gehe er nicht davon aus, dass Kanada sich an einem eventuellen Friedenseinsatz beteiligen würde.

Kanada hatte sich bis 2011 zehn Jahre lang an dem internationalen Afghanistan-Einsatz beteiligt. 158 seiner Soldaten wurden in dem Krieg getötet. An der US-geführten Invasion des Irak im Jahr 2003 nahm Kanada nicht teil.

Das französische Militär hatte im Januar auf Bitten der Regierung in Bamako eine Intervention in Mali gestartet, nachdem Islamisten vom Norden her zunehmend gen Süden vorrückten. Inzwischen sind viele, von den Rebellen monatelang besetzte Städte im Norden befreit, doch die Lage im Land ist weiterhin höchst instabil.

Der nach einem Militärputsch im vergangenen Jahr eingesetzte Übergangspräsident Dioncounda Traore hatte im Januar erklärt, er hoffe, Ende Juli Wahlen abhalten zu können. Angesichts der Schritte, die Mali zur Wiederherstellung einer demokratischen Regierung unternommen habe, werde die Europäische Union nach dem Putsch zunächst eingefrorene Entwicklungshilfe-Gelder in Höhe von 250 Millionen Euro im Laufe dieses Jahres nach und nach wieder freigeben, sagte der zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs am Dienstag.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Laut Kanada - Mali wird zum neuen Afghanistan

6 Kommentare zu "Laut Kanada: Mali wird zum neuen Afghanistan"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beteiligung Deutschlands scheint schon beschlossene Sache zu sein...

    "Noch vor dem Beschluss eines Bundestagsmandats ist ein Team der Bundeswehr nach Westafrika gereist. Die Soldaten sollen vor allem prüfen, wie gefährlich die deutsche Teilnahme am EU-Ausbildungsprogramm in Mali werden könnte...."
    Quelle: Spiegel online

  • Mali wird ebenso wenig ein 2. Afganistan werden,
    wie der Irak ein 2. Vietnam wurde.
    Solche Vergleiche sind nie hilfreich, weil sie eben auch nie so stimmen!
    Ein Desaster könnte es aber schon werden,
    und zwar wenn es nicht gelingt stabile staatliche Strukturen zu installieren
    und die sozialen, ethnischen und religiössen Gegensätze auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

    Genau das hatte "man" in Afganistan versäumt als man,
    nach dem Sturz der Taliban, noch die Chance dazu hatte !
    G.W. Bush und seine Mannen meinten alles wäre in Butter
    und man sollte nun den Irak erobern.
    Beides ist in die Hose gegangen.

  • Ich hoffe nur, dass Deutschland sich nicht mehr beteiligt um französische Wirtschaftzinteressen z.B. Uran und andere Bodenschätze zu verteidigen. Das sollen die Franzen mal selbst machen.

  • es muss hier gefragt werden ob in mali die boesen al kaida islamisten bekaempft werden , wenn zur gleichen zeit in syrien mit den guten al kaida islamisten gemeinsame sache gemacht wird.die usa und ihre israelischen und westlichen versallen zu verstehen faellt schon mehr als schwer.es macht wahrscheinlich viel spass so viele menschen umzubringen.man wundert sich nur das unsere westliche , ach so demokratische presse dieses spiel so mit spielt.

  • @ SANTOS

    Zitat : UND JEDEN ANNEHMEN DER FREIWILLIG IN DIESEN KRIEG ZIEHEN WILL

    Sie können sich ja schnell melden, damit uns die Hoffnung erhalten bleibt, ihren Mist nicht lesen zu müßen !

  • Es war in Korea so. Es war in Vietnam so. Es war im Irak so. Es war in Afghnistan so. "Der Westen" ist in seiner selbsthalluzinierten Überlegenheit unverbesserlich. Die Medien ganz besonders.

Serviceangebote