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Lawrence Eagleburger Tod eines Vollblut-Diplomaten

Unter Bush senior diente er als Außenminister, nun ist Lawrence Eagleburger gestorben. Auf dem diplomatischen Parkett fühlte sich Eagleburger zuhause, war Botschafter in Jugoslawien und US-Delegierter bei der Nato.
05.06.2011 - 11:04 Uhr Kommentieren
Mann im Hintergrund: In der Bush-Ära war Lawrence Eagleburger kurzzeitig US-Außenminister. Quelle: dapd

Mann im Hintergrund: In der Bush-Ära war Lawrence Eagleburger kurzzeitig US-Außenminister.

(Foto: dapd)

Washington Der ehemalige, kurzzeitige US-Außenminister Lawrence Eagleburger ist tot. Der Diplomat starb am Samstag im Alter von 80 Jahren, wie das Weiße Haus in Washington mitteilte.

Eagleburger diente unter mehreren US-Präsidenten in unterschiedlichen Funktionen. In der Regierung von George Bush senior war er lange stellvertretender Außenminister, bis er im Sommer 1992 als einziger Karrierediplomat in der US-Geschichte an die Spitze des Amtes rückte. Er hatte das Amt fünf Monate inne, bis Bush abgewählt wurde. Außenminister Guido Westerwelle nannte Eagleburger einen guten Freund Deutschlands und Europas.

Präsident Barack Obama würdigte Eagleburger als ausgezeichneten Diplomaten, der vor allem während der Phase des Mauerfalls in Deutschland wichtige Arbeit für die USA geleistet habe. Die amtierende Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete Eagleburgers Tod als "Verlust für Amerika". Er habe sein Leben damit verbracht, die Interessen des Landes zu vertreten. In seiner Karriere war er unter anderem Botschafter im früheren Jugoslawien und US-Delegierter bei der Nato.

Westerwelle betonte, Eagleburger habe in der Zeit des Falls der Berliner Mauer, der Wiedervereinigung und in den ersten Jahren des vereinigten Deutschlands die US-Außenpolitik entscheidend mitgestaltet. "Deutschland und Europa verlieren mit ihm einen guten Freund", sagte der FDP-Politiker nach Angaben des Auswärtigen Amtes.

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