Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Leben als US-Präsident Obama fühlte sich wie in einem „netten Gefängnis“

Bei seiner ersten Rede im Ausland seit dem Ende seiner Amtszeit beschreibt der ehemalige US-Präsident Barack Obama seine Zeit im Weißen Haus als schwierig. Die Sorge um seine Sicherheit sei allgegenwärtig gewesen.
Kommentieren
Der ehemalige US-Präsident während seiner Rede in Mailand bei einem Kongress zu Ernährungssicherheit. Quelle: Reuters
Barack Obama

Der ehemalige US-Präsident während seiner Rede in Mailand bei einem Kongress zu Ernährungssicherheit.

(Foto: Reuters)

MailandBarack Obama (55) vermisst an seinem Leben als US-Präsident am wenigsten den Sicherheitsapparat um ihn herum. „Es ist wie in einem sehr netten Gefängnis, du hast nicht die Bewegungsfreiheit, um einfach einen Spaziergang zu machen oder einfach in einem Café zu sitzen“, sagte der ehemalige US-Präsident am Dienstag in Mailand, wo er bei einem Kongress zu Ernährungssicherheit eine Rede hielt.

Stets sei da die Sorge um die Sicherheit. Das Leben an der Spitze der Vereinigten Staaten komme dem in einer Blase gleich. Nun werde er nur noch von Selfies bedroht. „Was fast genauso schlimm ist“, fügte Obama hinzu.

Mr. President sagt Goodbye
Präsident der Schwarzen?
1 von 9

Historischer Sieg: Als erster schwarzer US-Präsident geht Barack Hussein Obama nach seinem Wahlsieg im November 2008 in die Geschichtsbücher ein. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, insbesondere der schwarzen, asiatischen und lateinamerikanischen Bevölkerung, an ihn. Nach acht Jahren ist die Bilanz gemischt: Viele Amerikaner sind unzufrieden, glauben, er hätte zu wenig getan. Andere wiederum verweisen darauf, dass Obama beispielsweise Strafrechtsreformen einleitete – mit mehr Gerechtigkeit für Minderheiten. Zumindest brachte Obama ethnische Vielfalt in sein Kabinett und stellte die ersten beiden afroamerikanischen Justizminister auf.

(Foto: AFP)
Vorzeigepaar im Weißen Haus
2 von 9

Barack Obama und seine Ehefrau Michelle gelten als Vorzeigepaar der USA – nicht nur im Wahlkampf, sondern auch acht Jahre später halten die beiden fest zusammen und leben der ganzen Nation mit ihren gemeinsamen Töchtern Sasha und Malia ein Vorzeige-Familienmodell vor. Michelle Obama wird darüber hinaus als Stil-Ikone von internationalen Modedesignern gefeiert. Private Skandale und Affären? Fehlanzeige. Zumindest wird nichts öffentlich bekannt.

(Foto: AFP)
Durchbruch mit „Obamacare“
3 von 9

Im Wahlkampf hatte sich Obama intensiv für die Gesundheitsreform eingesetzt, an der viele Präsidenten vor ihm scheiterten. Obamas Ziel war es, jedem US-Bürger bis 2013 eine Krankenversicherung („Obamacare“) zu ermöglichen – legendär wurde seine Unterschrift am 23. März 2010. Die umstrittene Krankenversicherung wurde zum 1. Oktober 2013 offiziell eingeführt. Mittlerweile sind nur noch neun Prozent der US-Amerikaner ohne Gesundheitsversorgung – zu Beginn von Obamas Amtszeit lag die Zahl der Nicht-Versicherten noch bei 15,4 Prozent.

(Foto: Reuters)
Schandfleck Guantanamo
4 von 9

Das Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba ist heftig umstritten – und gilt international als Schandfleck der USA. Obama versprach schon im Wahlkampf, das Lager zu schließen und verbot dem Geheimdienst CIA bereits am 23. Januar 2009 die Anwendung von Folter. Zudem ordnete er die Schließung aller Geheimgefängnisse sowie des Lagers Guantanamo an – doch gelungen ist ihm das bis heute nicht, was immer wieder zu heftigen Protesten vor dem Weißen Haus führt. Immerhin entließ er während seiner Amtszeit 185 Häftlinge, knapp 20 könnten in den kommenden Tagen noch folgen.

(Foto: Reuters)
Mehr Rechte für Homosexuelle
5 von 9

Obama setzte sich in seiner Amtszeit für die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben ein – mit Erfolg: Inzwischen sind gleichgeschlechtliche Ehen in allen 50 Staaten der USA zulässig. Als Obama 2009 antrat, hatten Homosexuelle nur in wenigen Staaten Rechtssicherheit. Im vergangenen Jahr entschied der Supreme Court in Washington als oberstes US-Gericht, das Verbot von Homo-Ehen aufzuheben.

(Foto: dpa)
Arbeitslosenquote halbiert
6 von 9

Zu Beginn seiner Amtszeit und auf dem Höhepunkt der Finanzkrise lag die Zahl der US-Arbeitslosen bei 10,2 Prozent. Obama schaffte es, die Quote auf die Hälfte zu reduzieren: Zum Ende seiner Präsidentschaft liegt die Zahl nur noch bei 4,7 Prozent. Allerdings werfen ihm Kritiker vor, die Erholung dauere zu lange und die Bezahlung der Jobs halte nicht mit der Preisentwicklung Schritt.

(Foto: dapd)
Mehr Waffenopfer
7 von 9

Etwa jeder dritte US-Amerikaner hat eine Schusswaffe bei sich im Haus – 2015 starben fast 10.000 Menschen durch Schüsse und ihre Folgen. Die Bilanz: Es gibt mehr Mordopfer als zu Beginn von Obamas Amtszeit. Und das, obwohl er den Missbrauch durch Waffen stark eindämmen wollte. Dieses Ziel hat er eindeutig verfehlt.

(Foto: dpa)

Wer den Ex-US-Präsidenten bei seiner ersten Rede im Ausland seit dem Ende seiner Amtszeit lauschen wollte, musste tief in die Tasche greifen. Die Tickets für seine „Keynote-Speech“ am Dienstag bei der Veranstaltung Seeds&Chips in Mailand kosteten 850 Euro, wie die Organisatoren bestätigten. Nach Medienangaben waren die rund 3500 Tickets ausverkauft. Auf dem Kongress geht es um Ernährungssicherheit sowie um Trends und Innovation im Nahrungsmittelsektor.

Obama (55) war am Montag in Mailand angekommen, Tausende Schaulustige säumten die Straßen. Unter anderem traf der Ex-Präsident den italienischen Ex-Ministerpräsidenten Matteo Renzi und Unternehmergrößen wie den Präsident des Fiat-Konzerns John Elkann.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Leben als US-Präsident: Obama fühlte sich wie in einem „netten Gefängnis“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.