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Leitartikel Auf Biegen und Brechen

Im Gegenzug für die Kredite muss Griechenland die Probleme im eigenen Land angehen. Davon abzurücken wäre ein fatales Signal an die anderen Krisenländer. Griechenland darf deshalb nicht um jeden Preis gerettet werden.
12.06.2015 - 09:13 Uhr
Das Verhätnis der beiden Regierungschefs ist angespannt. Quelle: ap
Angela Merkel und Alexis Tsipras

Das Verhätnis der beiden Regierungschefs ist angespannt.

(Foto: ap)

Athen „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Mit diesem Satz ist Angela Merkel am Mittwochnachmittag in ihr Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras gegangen. Es ist ein Ausspruch von bemerkenswerter Klarheit. Sie will Griechenland unter allen Umständen retten – egal wie schwierig es ihr Tsipras mit seinem Krawall-Stil auch machen mag.

Eine solche Festlegung ist untypisch für die Kanzlerin, die sich gerne alle Optionen offenhält bis zum letztmöglichen Zeitpunkt. Warum macht sie das? Zwei Interpretationen gibt es.

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