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Libanon Hariri-Bündnis erklärt sich zum Wahlsieger

Die antisyrische Opposition hat sich zum Sieger der Palamentswahlen im Libanon erklärt. Ergebnisse der letzten Wahlrunde würden belegen, dass das Bündnis von Saad Hariri die Mehrheit der Sitze erhalte. Eine offizielle Bestätigung gab es jedoch zunächst nicht.
Anhänger von Saad Hariri feiern bereits den Wahlsieg im Libanon. Foto: dpa

Anhänger von Saad Hariri feiern bereits den Wahlsieg im Libanon. Foto: dpa

HB BEIRUT. Nach Ansicht von Wahlbeobachtern lag die Beteiligung an dem Urnengang im Norden Libanons mit etwa 48 Prozent vergleichsweise hoch. Bei der Wahlrunde ging es um die Besetzung der letzten 28 von insgesamt 128 Parlamentssitzen. Der Ausgang der Wahl entscheidet darüber, ob Libanon sieben Wochen nach dem Abzug der syrischen Truppen eine Regierung bekommen wird, die sich aktiv gegen jede künftige Einmischung des „Großen Bruders“ in Damaskus wehren wird.

Der 35 Jahre alte Geschäftsmann Saad Hariri rechnet sich gute Chancen auf den Posten des künftigen Ministerpräsidenten aus. Die Ermordung seines Vaters, Ex-Regierungschef Rafik Hariri, im vergangenen Februar hatte den sunnitischen Milliardärssohn innerhalb weniger Wochen in die politische Arena katapultiert. Das Attentat löste eine Protestbewegung aus, die den Abzug der Syrer, die 1976 während des Bürgerkrieges ins Land gekommen waren, beschleunigte.

Das Hariri-Bündnis hatte bei der ersten Runde in Beirut am 29. Mai bereits alle 19 Sitze gewonnen. Im Süden siegten eine Woche später die schiitischen, prosyrischen Organisationen Hisbollah und Amal. Bei der dritten Runde am vergangenen Sonntag hatte der erst vor einem Monat aus dem Pariser Exil zurückgekehrte ehemalige Regierungschef Michel Aoun unerwartet stark abgeschnitten.

An den vier Wahlsonntagen waren insgesamt rund drei Millionen Libanesen wahlberechtigt, die zu 59 Prozent Muslime und zu 41 Prozent Christen der verschiedensten Konfessionen sind. Das konfessionelle Proporzsystem Libanons legt genau fest, wie viele Angehörige der einzelnen Religionsgruppen im Parlament vertreten sind. Außerdem muss der Staatspräsident ein maronitischer Christ, der Regierungschef ein sunnitischer Muslim und der Parlamentssprecher ein schiitischer Muslim sein.

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