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Libyen Berichte über mehr als 200 Tote

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In Al-Baidha im Osten sollen dem Vernehmen nach außer den Regimegegnern inzwischen auch bewaffnete Verbrecherbanden auf den Straßen unterwegs sein. Angeblich sollen an den Kämpfen in der Ostregion unter anderem Soldaten aus dem Tschad, aus dem Senegal, aus Zentralafrika, Simbabwe und Sierra Leone beteiligt sein.

Eine Gruppe von 50 muslimischen Geistlichen appellierte an die libyschen Sicherheitskräfte, nicht auf Zivilisten zu schießen. Sie riefen alle Muslime im Regime auf, nicht auf Brüder oder Schwestern zu schießen. „Stoppt das Massaker jetzt“, heißt es in der Mitteilung.

Vor dem Obersten Gericht in der libyschen Hauptstadt Tripolis demonstrierten am Sonntag Anwälte, Richter und Staatsanwälte gegen den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten. Das berichteten Augenzeugen.

Libyen macht eine ausländische Verschwörung für die Unruhen verantwortlich. Die staatliche Nachrichtenagentur Jana verbreitete am Samstagabend, die Sicherheitskräfte hätten Angehörige einer Verschwörergruppe festgenommen, darunter Palästinenser, Tunesier und Sudanesen. Es sei möglich, dass der israelische Geheimdienst seine Finger im Spiel habe.

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth forderte schnelle „Maßnahmen gegen Gaddafis Regime“. Dieser lasse die „Protestbewegung niederschießen und in brutalster Form verfolgen“ und dürfe kein Partner sein. „Ich erwarte deutliche Worte von Außenminister (Guido) Westerwelle und Bundeskanzlerin (Angela) Merkel und eine zügig abgestimmte, gemeinsame Position der EU gegenüber der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung durch Diktator Gaddafi.“

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  • dpa
  • rtr
  • dapd
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