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Libyen hofft auf Anbindung an die EU

Das lange Jahre isolierte nordafrikanische Land will sich wirtschaftlich öffnen: Tripolis möchte dem EU-Assoziierungsabkommen für den Mittelmeerraum beitreten.

HB BERLIN. Nach jahrzehntelanger Isolation sucht der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi den wirtschaftlichen Anschluss an die Europäische Union (EU). Die EU-Kommission teilte am Samstag mit, Libyen wolle so bald wie möglich dem EU-Assoziierungsabkommen zur Förderung des Handels mit dem Mittelmeer-Anrainerstaaten beitreten.

Dies habe Gaddafi gegenüber Kommissionspräsident Romano Prodi am Rande des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Syrte erklärt. Prodi werte Gaddafis Willensbekundung als "historische Entscheidung", hieß es in der Brüsseler Erklärung.

Demnächst werde eine EU-Delegation nach Libyen reisen, um sich mit der wirtschaftlichen Lage in dem nordafrikanischen Land vertraut zu machen. Gaddafi sei zudem ermuntert worden, eine libysche Delegation nach Brüssel zu schicken, welche die EU-Institutionen kennen lernen solle.

Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und dem Mittelmeerraum wurde 1995 vor allem zur Förderung des Friedensprozesses im Nahen Osten initiiert. Ihm gehören bislang Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde sowie Marokko, Mauretanien, Algerien, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, die Türkei, Zypern und Malta als Mitglieder an.

Diese Staaten erhielten im Rahmen des EU-Programms bereits Beihilfen in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro gewährt. Das Abkommen sieht ferner die Einrichtung einer Freihandelszone bis zum Jahre 2010 vor.

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