Libyen-Konflikt Alliierte nehmen Tripolis erneut unter Beschuss

Die USA, Großbritannien und Frankreich drängen in Libyen weiter auf eine schnelle Lösung. Kampfflugzeuge flogen die dritte Nacht in Folge Einsätze. Für Barack Obama gibt es nur ein Ziel: „Gaddafi muss gehen.“
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USA wollen Führung des Libyen-Einsatzes schnell abgeben

TripolisIn der dritten Nacht in Folge haben die alliierten Truppen zur Durchsetzung der UN-Resolution gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi Ziele in Libyen angegriffen. Der arabische Sender Al-Dschasira berichtete am frühen Dienstagmorgen von Attacken auf Marine-Einrichtungen in Tripolis. Auch Luftabwehrstellungen der Gaddafi-Truppen bei der Rebellen-Hochburg Bengasi seien beschossen worden; ebenso Flughäfen in Sirte und Sebha.

Der Weltsicherheitsrat lehnte einen Antrag Libyens auf eine Dringlichkeitssitzung wegen der „militärischen Aggression“ durch die Koalitionstruppen ab.

US-Präsident Barack Obama kündigte eine baldige Übergabe der Einsatzführung an. Er gehe davon aus, dass europäische und arabische Länder in Kürze das Kommando übernehmen werden, sagte er am Montag bei einem Besuch in Chiles Hauptstadt Santiago. Zugleich bekräftige Obama seine Forderung nach einem Machtwechsel in Libyen. „Gaddafi muss gehen“, sagte er.

Amerikanische, britische und französische Streitkräfte greifen seit Samstag Gaddafis Truppen an, um eine von den UN verhängte Flugverbotszone durchzusetzen und weitere Attacken des Diktators auf sein eigenes Volk zu verhindern. Kampfflugzeuge flogen eine Vielzahl von Angriffen, weit über 100 Marschflugkörper wurden abgefeuert.

Trotz einer angeblichen Waffenruhe attackierten Gaddafis Truppen am Montag Stellungen der Rebellen in Al-Sintan südwestlich von Tripolis und in Misrata im Westen. In Misrata sollen sechs Menschen getötet worden sein. Ein Sprecher der Aufständischen sagte dem Sender, den Rebellen sei es gelungen, die Angreifer weiter aus der Stadt zu drängen. Gaddafi-Anhänger versuchten nach Angaben einer Rebellen-Website, in der Aufständischen-Hochburg Bengasi Angst und Schrecken zu verbreiten.

Luftabwehrstellungen und Flughäfen im Visier
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10 Kommentare zu "Libyen-Konflikt: Alliierte nehmen Tripolis erneut unter Beschuss"

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  • Und die schlafenden Schäfchen diskutieren wieder über den Knochen den man ihnen hinwirft........
    Tretet einen - besser mehrere Schritte zurück und versucht KRITISCH herauszufinden was wirklich hinter den Ereignissen steht !!!!!!
    Kriege hatten immer andere Hintergründe als die, welche dem Volk mitgeteilt wurden.
    Im Falle Libyen ist es nicht anderst.....

  • @Thomas-Melber-Stuttgart du kommst mir vor wie jemand der eine situation nicht einschätzen kann.weder ist dieser spinner gewählt noch ist er ordentlich an die macht gelangt.seine macht besteht auf gewehre/gewalt/blut.niemand hat das recht sein volk als ratten zu bezeichnen die ausgerottet werden müssen.gerade du solltes wissen ein schmusekurs schadet nur wenn dein kind bockt nach dir tritt.Frag mal nach bei den ehmaligen DDR-Bürgern oer frag mal nach in Syrien.ja leider gehen die franzosen briten amerikaner wieder vorran versteck du dich hintern ofen farbe bekennen scheint nicht dein ding zu sein.

  • Seltsam, bis vor wenigen Monaten hatte sich niemand mehr daran gestört - Frankreich wollte sogar Waffen an Libyen verkaufen. Die Regierung Gaddafi war vollumfänglich rehabilitiert, Libyen war sogar Mitglied im UN-Menschenrechtsrat (sic!).

  • Herr Scholz, die Regierung Gaddafi ist die legitime Regierung Libyens, das kann man mögen oder auch nicht. Ein Umsturz wird durch kein UN-Mandat gedeckt werden, dem stehen nämlich die UN-Statuten entgegen. Nur weil einem Staat eine andere Regierung nicht paßt kann man dort keinen Krieg anzetteln.

  • Gaddafi hat zu gehen dieser Terrorist hat schon viel zu lange sein volk geknechtet sein volk versklavt. zu den träumern hier folgendes wie gefällt es euch im flieger zu sitzen und dann geht du bombe hoch oder in berlin in die disco feiern und die bombe geht hoch.die schweiz zu behandeln wie sein volk er ist krank und hat zu gehen.dann ziehen wir uns zurück und das volk dort soll seinen weg gehen. er gehört angeklagt.dort und international. der spinner,greift die schweiz an grössenwahn mit nicht in der hinterhand.

  • Wer in Stuttgart meint, Mappus muß gehen, aber Gaddafi bleibt, verkennt die Gefährlichkeit dieses irren Terroristen und macht sich selbst verdächtig.
    Gaddafi hatte seine Chance bei Wandel durch Handel. Trotz seiner Terroranschläge bei uns wurde er wieder gesellschaftsfähig. Und dennoch hat er auf unbewaffnete Demonstranten Schießen lassen.
    Den Beispielen Tunesiens und Ägyptens wollte er nicht folgen und drohte nun noch mit weltweiten Anschlägen. Wie weit soll man diese Drohungen hinnehmen?
    Ich sage, keinen Millimeter!!!
    Gestern bei Beckkmann fand ich es gut, daß General Kujat nicht von Rebellen sprach, sondern von Freiheitskämpfern.
    Damit ist jeder Beistand legitim und ehrt die Bewegung.
    Dieser Freiheitskampf hat für die Demokratisierung der arabischen Staaten außerordentlich hohe Bedeutung und bedeutet keinen zwangsläufigen persönlichen Niedergang. Europa bietet, von Großbritannien ausgehend, genügend Beispiele.

  • Das GEPLANTE Unruhe Stiften / Krieg Christen gegen Muslime klappt wohl :
    http://www.20min.ch/news/dossier/libyen/story/Weltweite-Proteste-gegen-die-Angriffe-27745520
    Und die Bevölkerung ist wieder einmal Spielball eines inszinierten Krieges....

  • Es ist nicht so wie es scheint :
    http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss

  • Gaddafi wird gehen. Hoffentlich bald, denn Tripolis ist nicht Oradur.

  • "Gaddafi muß gehen" ist völkerrechtlich überhaupt nicht durch irgendein Mandat gedeckt.

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