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Libyen-Konflikt Drei Staatschefs gegen Waffenruhe

Während die Außenminister in Berlin über Nato-Einsätze beraten, veröffentlichen Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron ihre Ansicht in einem Zeitungsartikel. Tenor: Nur nicht nachlassen in Libyen.
15.04.2011 - 00:47 Uhr Kommentieren
Gaddafi-Anhänger mögen die drei Staatschefs nicht. Quelle: Reuters

Gaddafi-Anhänger mögen die drei Staatschefs nicht.

(Foto: Reuters)

London Die USA, Großbritannien und Frankreich wollen im Libyen-Konflikt nicht lockerlassen, ehe Machthaber Muammar al-Gaddafi die Führung abgegeben hat. Das machten die Präsidenten Barack Obama und Nicolas Sarkozy sowie der britische Premierminister David Cameron in einem gemeinsam verfassten Zeitungsbeitrag deutlich, den die britische „Times“, der französische „Le Figaro“ und die „Washington Post“ in ihrer Freitagausgabe drucken.

Würde Libyen seinem Schicksal überlassen, bestehe das Risiko, dass das Land zu einem „gescheiterten Staat“ werde. „So lange Gaddafi an der Macht ist, müssen die Nato und ihre Koalitionspartner ihre Operationen weiterführen, so dass Zivilisten geschützt bleiben und Druck auf das Regime aufgebaut wird“, heißt es in dem Artikel weiter.

Die Welt würde sich eines „skrupellosen Verrats“ schuldig machen, würde Gaddafi an der Macht bleiben, schreiben die drei Spitzenpolitiker in ihrem Beitrag. Auch eine Waffenruhe mit einem Ausstiegsszenario für Gaddafi, das Familienmitglieder in Libyen an der Macht belasse, sei nicht akzeptabel. „Es ist undenkbar, dass jemand, der sein eigenes Volks massakrieren wollte, eine Rolle in einer künftigen Regierung spielt“, schreiben Obama, Sarkozy und Cameron.

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