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Libyen-Konflikt Sturm auf Bani Walid steht bevor

Die libyschen Rebellen wollen keine Zeit mehr verlieren. Am Sonntag kündigten sie die Erstürmung einer der letzten Gaddafi-Hochburgen, Bani Walid, an. Verhandlungen über eine Kapitulation waren zuvor fehlgeschlagen.
Update: 04.09.2011 - 11:03 Uhr 1 Kommentar
Siegessicher zeigen sich libysche Rebellen vor der Erstürmung von Bani Walid. Quelle: Reuters

Siegessicher zeigen sich libysche Rebellen vor der Erstürmung von Bani Walid.

(Foto: Reuters)

Tarhuna/LibyenDie libyschen Rebellen haben am Sonntag den Angriff auf die Gaddafi-Hochburg Bani Walid angekündigt. Die Verhandlungen über eine friedliche Kapitulation seien gescheitert, sagte der Rebellenkommandeur Mohammed al Fassi. Die Stammesführer in Bani Walid hätten die Gespräche blockiert.

Tausende Anhänger der Rebellen haben die Ortschaft umstellt und standen am Sonntag etwa 15 Kilometer vom Zentrum entfernt. Vom Süden her strömten Anhänger des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi in die Stadt, erklärte Al Fassi. Wie viele es seien, könne er aber nicht sagen. „Wir wollten ohne Blutvergießen vorgehen, aber sie haben unseren gesteckten Zeitplan ausgenutzt, um sich selbst zu schützen“, sagte Al Fassi. Nun warteten die Rebellentruppen auf den Befehl zum Angriff.

Bani Walid, rund 140 Kilometer südöstlich von Tripolis, ist eine der Städte, in denen Gaddafi vermutet wird. Auch dessen Heimatstadt Sirte und Sabha in der libyschen Wüste wurden von den Rebellen als mögliche Verstecke genannt. In Bani Walid leben viele Angehörige des Stammes der Warfala, der mit einer Million Mitgliedern ein Sechstel der libyschen Bevölkerung ausmacht. Gaddafi hatte vergangene Woche in einer Audiobotschaft gesagt, die Warfala gehörten zu jenen, die ihn bis zum Tod verteidigen würden.

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1 Kommentar zu "Libyen-Konflikt: Sturm auf Bani Walid steht bevor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na da schießt die neue Regierung ja schon auf das eigene Volk. Vielleicht tritt die Nato zur Abwechslung diesesmal für den Schutz der Zivilbevölkerung gegen die Rebellen an.

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