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Libyen-Krieg Mindestens 17 Tote bei Kämpfen in Misurata

Gaddafis Truppen sind bis in die Innenstadt von Misurata vorgestoßen. Derweil will die Bundesregierung sechs Milliarden Dollar, die Gaddafi auf deutschen Konten gehortet hat, der Uno für humanitäre Hilfe überweisen.
17.04.2011 Update: 18.04.2011 - 01:35 Uhr 11 Kommentare
Libysche Rebellen rüsten sich für den Kampf. Quelle: dpa

Libysche Rebellen rüsten sich für den Kampf.

(Foto: dpa)

Adschdabija/Berlin
Die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sind nach tagelangen Kämpfen bis ins Zentrum Misuratas vorgedrungen, der einzigen von Rebellen gehaltenen Stadt im Westen des nordafrikanischen Landes. Sie hätten dabei schwere Waffen eingesetzt und würden von Scharfschützen unterstützt, berichteten Einwohner und ein Aktivist.

Mindestens 17 Menschen seien allein am Sonntag getötet worden. Der Aktivist Rida al Montasser sagte über den Internetdienst Skype, in einem Krankenhausbericht sei die Zahl von 17 Toten und 74 Verletzten genannt worden.

Ein Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation, der nach eigenen Angaben das Krankenhaus am Sonntag besuchte, bestätigte die Zahlen. Unter den Toten sei ein Mädchen mit einem Kopfschuss. Unter den Verletzten seien mehrere Kinder. Der Mitarbeiter einer ausländischen Nichtregierungsorganisation wollte aus Sicherheitsgründen seinen Namen nicht genannt wissen.

Montasser sagte, bis in die späte Nacht seien Explosionen in Misurata zu hören gewesen.

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    In Tripolis wies Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Sonntag erneut Vorwürfe zurück, Gaddafis Truppen hätten in Misrata international geächtete Streubomben eingesetzt. Er warf de NATO vor, mit Luftangriffen Partei für die Rebellen ergriffen zu haben. In deren Reihen befänden sich auch Kämpfer des Terrornetzwerks Al Kaida, sagte Ibrahim.

    Unterdessen gibt es Überlegungen in der Bundesregierung, eingefrorene Gelder des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi auf ein Treuhänderkonto der Vereinten Nationen zu überweisen. Einen entsprechenden Bericht des "Spiegel" bestätigte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle am Wochenende. Die UN könnten mit dem Geld humanitäre Lieferungen finanzieren und die Not der libyschen Bevölkerung lindern.

    In einem Vermerk habe Brüderle eine entsprechende Initiative der Europäischen Union (EU) angeregt, berichtete das Magazin weiter. Ein nationales Vorgehen scheide aus juristischen Gründen aus. Die Konten des Gaddafi-Regimes in Deutschland waren auf eine EU-Verordnung hin eingefroren worden. Es geht um insgesamt sechs Milliarden Dollar.

    Konkret hat der Minister nun einen Erlass vorgeschlagen, der dem Gaddafi-Regime endgültig die Gelder entziehen würde. Völkerrechtlich spreche nichts dagegen. Schließlich sei es der erklärte Wille der Staatengemeinschaft, "die eingefrorenen Vermögenswerte so bald wie möglich dem libyschen Volk zu dessen Nutzen zur Verfügung zu stellen", schreibt Brüderle demnach.

    Unterdessen suchen die USA nach einem Bericht der "New York Times" intensiv nach einem Asylland für den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi - ungeachtet der Weigerung des Diktators, sein Land zu verlassen. Wie die Zeitung am Samstag online schrieb, werden die Sondierungen mit großer Diskretion geführt und konzentrieren sich auf Afrika.

    Die Suche eines Exillandes werde dadurch erschwert, dass Gaddafi wahrscheinl

    Unterdessen suchen die USA nach einem Bericht der "New York Times" intensiv nach einem Asylland für den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi - ungeachtet der Weigerung des Diktators, sein Land zu verlassen. Wie die Zeitung am Samstag online schrieb, werden die Sondierungen mit großer Diskretion geführt und konzentrieren sich auf Afrika.

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    11 Kommentare zu "Libyen-Krieg: Mindestens 17 Tote bei Kämpfen in Misurata"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • die milliarden stammen aus dem tankstellenraub in lybien.
      Die Beute verschieben ist Hehlerei - wir werden von Dieben und Hehlern representiert.

      danke für nichts das ihr diese arschlöcher gewählt habt.



    • Da bleibt einem die Spucke weg.

    • amerikas mörder kommen auch nicht nach den haag - was erwartest du?

    • Ist das ein wahrer Bericht oder ein Fake?
      So langsam glaube ich, dass bei uns alle durchgeknallt sind und unsere Politik nur noch von Kriminellen durchsetzt ist.
      Aber das deutsche dumme Volk geht ja lieber gegen einen Bahnhof, oder wie in Brandenburg gegen einen Flughafen auf die Straße ohne jeden Sinn und Verstand

    • Naja, irgenwie muss man ja die Waffen für die Rebellen finanzieren. Aber genausowenig wie es Gaddafi Truppen gibt ist es Gaddafi Geld. Es sind Geld und Truppen des Staates Libyens. Was da jetzt passiert würde ich Diebstahl nennen. Ich hoffe das merken sich andere Staaten wie sicher ihre Anlagen in D. sind.

    • Ein Plan bei dem die Herren Brüderler und Westerwelle endlich Verantwortung übernähmen wäre mir lieber:

      Das Geld nicht der Uno bzw. deren bürokratischen Wasserkopf Wasserkopf geben, sondern direkt Hilfsmassnahmen erarbeiten und durchführen wäre erwachsene Aussenpolitik. Natürlich sollte eine EU-Abstimmung erfolgen und damit ist die Uno eh involviert.
      Ein Treuhandkonto für das gesamte Libysche Volk wäre doch eher im Sinne des Libyschen Staates.

      Die Menschen in Misrata benötigen jedoch JETZT Hilfe und nicht erst theoretische Kontenschiebereien!

      Eine erwachsene Politik kommt am Hinschauen nicht vorbei und denkt das Thema zu Ende. Wenn die Berichte aus Misrata stimmen, dann sollte nicht länger auf eine Bitte des Hochkommisariats der Uno gewartet werden, sondern eine Evakuierung der Menschen wenn nötig mit militärischen Mitteln in Gang gesetzt werden.

    • Spätestens bei diesen Meldungen sollte der mündige Bürger aufwachen, denn der Diebstahl von Privatvermögen durch die westlichen Regierungen ist willkürlich und geschieht ohne jede Rechtsgrundlage. In naher Zukunft wird es wohl folgende Meldungen geben: In der Bundesregierung gibt es Überlegungen, Sparguthaben deutscher Konsumverweigerer auf ein Treuhänderkonto der Vereinten Nationen zu überweisen. Einen entsprechenden Bericht des Spiegel bestätigte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle am Wochenende. Die UN könnten mit dem Geld EU Staaten entschulden und die Not der rebellierenden griechischen, irischen, portugiesischen und spanischen Bevölkerung lindern, um somit die Schuldenmacher vor dem Mob zu schützen.

    • Atta war ein Held !

    • Nachtrag (inzwischen wurde der Artikel leicht modifiziert):
      Es handelt sich sehr wahrscheinlich um Gelder des libyschen Staates, nicht um das Privatvermögen Herrn Gaddafis. Die Gelder sind "eingefroren", d.h. über sie kann nicht verfügt werden. Wie kommt Herr Brüderle dazu das vermögen eines souveränen Staates nach seinem Gusto zu verwenden? Schlimm genug, daß unsere Regierung unser Steuergeld oft ohne Sinn und Verstand verpraßt, aber jetzt auch noch das Steuergeld anderer Staaten zu verschleudern schlägt dem Faß dann doch den Boden aus.

    • Warum soll dieser Mörder in einem anderen Land der Strafverfolgung des internationalen Gerichtshof entzogen werden? Amerika ist nicht mehr ernst zu nehmen!

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