Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Libyen Russland kritisiert Frankreichs Waffenlieferungen

Russland hat Frankreich wegen der Lieferungen an libysche Rebellen kritisiert. Dies sei eine klare Verletzung des geltenden UN-Waffenembargos.
30.06.2011 - 17:33 Uhr Kommentieren
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Zweifel, ob sich die französischen Waffenlieferungen mit UN-Beschlüssen in Einklang bringen lassen. Quelle: dpa

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Zweifel, ob sich die französischen Waffenlieferungen mit UN-Beschlüssen in Einklang bringen lassen.

(Foto: dpa)

Moskau/New York Russland hat französische Waffenlieferungen an die Rebellen in Libyen als grobe Verletzung des geltenden UN-Embargos kritisiert.

Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag, er habe die Regierung in Paris um Aufklärung gebeten. Auch bei einigen Nato-Verbündeten wurden Zweifel laut, ob das französische Vorgehen mit UN-Beschlüssen in Einklang zu bringen sei.

Frankreich sah hingegen keine Verletzung des Waffenembargos. Die Waffen dienten dem Schutz von Zivilisten, die sich in unmittelbarer Gefahr befunden hätten. Nach einem Bericht der Zeitung „Le Figaro“ handelt es sich um Raketenwerfer, Sturmgewehre, Maschinengewehre und Panzerabwehrraketen.

Eine Waffenlieferung an die libyschen Rebellen sei ein klarer Verstoß gegen Resolution 1970, sagte Lawrow. Der britische Staatssekretär Gerald Howarth sagte, ohne Frankreich direkt zu kritisieren: „Das ist nicht etwas, was wir machen sollten.“ Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen erklärte, die Allianz sei nicht involviert gewesen. Er wisse auch nichts über Waffenhilfe anderer Länder an die Aufständischen, die sich mit der faktischen Unterstützung der Nato seit Monaten vergeblich um einen Sieg gegen Machthaber Muammar Gaddafi bemühen. Der Chef der Afrikanischen Union gab zu bedenken, dass die französischen Waffen in den Hände von Al-Kaida-Verbündeten in Nordafrika gelangen könnten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Aus Sicht der Aufständischen könnte der Krieg in dem nordafrikanischen Land durch Frankreichs Vorpreschen verkürzt werden. „Je weniger Blut wir vergießen, umso schneller können wir uns um die Zukunft kümmern und das Volk schützen“, sagte Rebellen-Chef Mahmud Dschibril in Wien.

    Seit Beginn der Nato-Luftangriffe auf Libyen vor drei Monaten ist die Rebellion gegen Gaddafi nur schleppend vorangekommen - und in der Nato-Koalition zeigen sich erste Risse. Seit kurzem melden die Aufständischen aber Erfolge beim Vormarsch auf Tripolis. So kämpfen sie seit Sonntag mit Gaddafi-treuen Truppen um die südwestlich der Metropole gelegene Stadt Bir al-Ghanam.

    • rtr
    Startseite
    0 Kommentare zu "Libyen: Russland kritisiert Frankreichs Waffenlieferungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%