Libyen Situation in Misurata spitzt sich zu

Streubomben in Wohngebieten, Angriffe auf Krankenhäuser - die Kämpfe um die Stadt Misurata werden mit aller Gewalt geführt. Die Lage in den Rebellenhochburgen wird schlechter - und die Enttäuschung über die Nato wächst.
Update: 16.04.2011 - 17:51 Uhr 18 Kommentare
Libysche Rebellen werfen den Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi vor, bei einem Angriff auf die Rebellen-Hochburg Misrata Streubomben eingesetzt zu haben. Quelle: dpa

Libysche Rebellen werfen den Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi vor, bei einem Angriff auf die Rebellen-Hochburg Misrata Streubomben eingesetzt zu haben.

(Foto: dpa)

Tripolis/WashingtonDie Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sollen weltweit geächtete Streumunition gegen Zivilisten eingesetzt haben. Die Organisation Human Rights Watch berichtete am Freitag (Ortszeit) in New York, in der Nacht zum Donnerstag seien mindestens drei Granaten mit Streumunition über einem Wohnviertel der Stadt Misurata 210 Kilometer östlich von Tripolis explodiert. 

Experten hätten die von einem „New York Times“-Reporter entdeckte Munition begutachtet und als Mörsergranaten aus spanischer Produktion identifiziert. Streumunition sind Bomben oder Granaten, die sich in der Luft öffnen und zahlreiche kleinere Sprengsätze freigeben. Ein Sprecher des Regimes in Tripolis wies die Angaben zurück. 

US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte in der „New York Times“ den Einsatz von Streumunition. „Ein Grund, warum der Kampf in Misurata so schwierig ist, ist, dass es auf so engem Raum bebaut ist. Alles spielt sich in den Wohngebieten ab und das macht es für die Nato und für die Kämpfer gegen Gaddafi so kompliziert.“ 

Die Lage in der seit Wochen belagerten, drittgrößten libyschen Stadt wird immer verzweifelter. Die Gaddafi-Truppen nahmen Misurata auch am Samstag unter Artilleriebeschuss, Panzer und Heckenschützen waren ebenfalls im Einsatz. „Gaddafi versucht Misurata so schnell wie möglich einzunehmen, bevor die Nato mit Bodentruppen kommt“, sagte ein Bewohner in einer Audio-Botschaft, die über Internet verbreitet wurde. „Wenn nicht bald etwas geschieht, wird die Lage noch schlimmer“, fügte er hinzu. Man schätze, was die Nato bisher für die Menschen in Libyen geleistet habe, sagte ein anderer Bewohner - „aber sie muss noch mehr tun“. 

Vier Wochen nach Beginn der Luftangriffe auf Ziele in Libyen gehen den Nato-Staaten nach Informationen der „Washington Post“ die Präzisionsbomben aus. Das zeige die eingeschränkte Fähigkeit der Franzosen, Briten und anderer Europäer auch zu einem relativ begrenzten Militäreinsatz, schreibt das Blatt (Internetausgabe) unter Berufung auf Nato-Offiziere. Es mangele in Europa an Munition, aber auch an einsatzfähigen Flugzeugen. Militärs stellten deshalb die Frage, ob sich die USA weiter so in dem Konflikt zurückhalten könnten. Die Nato, Frankreich und Großbritannien wollten den Bericht nicht kommentieren. 

Nato-Flugzeuge hätten am Freitag 145 Einsätze geflogen, darunter 58 Bombardements, teilte die Militärallianz am Samstag in Brüssel mit. Das waren so viele wie in den Vortagen. In der Nähe von Gaddafis Geburtsstadt Sirte und bei Tripolis hätten die Kampfbomber fünf beziehungsweise vier Munitionsbunker zerstört. Nahe Al-Sintan und bei Misurata wurden je zwei Panzer vernichtet. Seit Beginn der Nato-Mission am 31. März seien 1087 Kampfeinsätze geflogen worden.

Die libysche Opposition fordert eine Verstärkung der Luftangriffe gegen Gaddafis Truppen.

Situation in Misurata verschlechtert sich
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18 Kommentare zu "Libyen: Situation in Misurata spitzt sich zu"

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  • Shalom i Spiritui Sancto Vatikan,God bless the USA,England,Italy,France und verurteile die Schizoiden,Schwulen,Viren,Giftgas Gaddafi Sympathisanten.Attention(Streubomben Gaddafi und Antonym Deutschland).

  • Etwas zum Aufwachen für die gehirngewaschenen :
    http://www.politaia.org/politik/journalist-wayne-madson-todesdrohungen-aus-dem-weissen-haus/

  • Und die Dummköpfe diskutieren doch tätsächlich hier, wie man den verlogenen Krieg besser führen könnte und warum die NATO angeblich so unfähig ist......
    Wie hat es Einstein so schön formuliert :
    Das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich - bei dem Universumm bin ich mir allerdings nicht so sicher.....

  • Wer so leichtsinnig Bürgerkriegsfronten aufbaut und mithilfe von ein paar Söldnern glaubt, Guerillataktiken im Namen unseres westlichen Imperiums anwenden zu können, muss sich nicht wundern, wenn er die angeblich nach Demokratie dürstenden jungen Rebellen, sich selbst und alle Welt verschaukelt. Dieses miese Kriegsstück wird, wenn überhaupt, auf ganz meise Weise enden, mit einem zerstörten Land, einem verschuldeten, zerrissenen und von Milizen durchtränkten Horrorland. Wir werden sehen.

  • Eine Schande für NATO und die ganze Welt.Politische Völkermord.

  • Na des is scho wichtig nä, das ma lieber Präzisionsbomben und Kampfdüsenflieger einsetzt und so nä, echt human halt nä

    also sowas schlimmes der Gaddafi, anstatt dass der sei Bomben selber streut, so wie die Nato mit vieler Jets die streun und streun, nimmt der Streubombe so a Sauhund .... nö, ja nä

    Soche Berichte gehn mir echt aufm

  • Ach ja, jetzt hat der boese Gadaffi also Streubomben eingesetzt und es gibt Beweise dafuer. Und bald gibts "Beweise", dass Gadaffi-Soldaten Saeuglinge aus Brutkaesten rauben und toeten, kennt man ja aus Kuwait bei der irakischen Invasion. Ach so, das stellte sich als CIA-Propaganda heraus. Aber dieses Mal ist es sicher nichts als die Wahrheit, hehe.

  • Wenn die NATO wollte könnte sie mit den Waffen und Truppen,die z.B die USA oder die Franzosen haben,alle Libyschen Städte "ausradieren"und Gadaffi und seine Anhänger töten.Doch wäre das etwa das Beste,was man machen könnte und würde ein solcher Einsatz etwa Sympathien bei anderen Staaten auslösen? Wohl eher kaum!

  • Sorry, aber die sind vor Stalingrad geblieben.

  • 1 Division ehemaliger "Spezial-Truppen" der Wehrmacht und dort unten wäre Ruhe.

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