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Libyen Zwölf tote Rebellen bei NATO-Luftangriff

In der belagerten libyschen Stadt Misrata sollen zwölf Rebellen bei einem NATO-Luftangriff getötet worden sein. Unterdessen befürchtet die EU eine dramatische Zuspitzung der humanitären Lage in der umkämpften Stadt.
28.04.2011 - 15:31 Uhr Kommentieren
Nach Angaben eines Arztes sollen zwölf Rebellen bei einem Luftangriff der NATO in Misrata getötet worden sein. Quelle: dapd

Nach Angaben eines Arztes sollen zwölf Rebellen bei einem Luftangriff der NATO in Misrata getötet worden sein.

(Foto: dapd)

Misrata Bei einem NATO-Luftangriff auf die belagerte libysche Stadt Misrata sind nach Angaben eines Arztes zwölf Rebellen getötet worden. Er sei kurz vor dem tödlichen Angriff am Mittwochnachmittag noch mit den Männern in einem Haus zusammen gewesen, sagte Hassan Malitan am Donnerstag. Er vermute, dass der Angriff ein Versehen sei, sei sich aber zugleich sicher, dass er von einem NATO-Kampfflugzeug aus erfolgt sei.

Ziel des Angriffs sei ein Gebäude fünf Kilometer östlich vom Hafen gewesen, der Lebensader von Rebellen und Zivilbevölkerung Misratas. Er sei überrascht gewesen, Rebellen so weit östlich zu sehen, sagte Malitan. Sie hätten ihm versichert, die NATO über ihren Standort informiert zu haben. Die Allianz nahm zu dem Zwischenfall zunächst nicht Stellung. NATO-Luftangriffe am Dienstag und Mittwoch sollten einen Angriff der Gaddafi-Truppen auf den Hafen stoppen, über den die seit zwei Monate belagerte Stadt mit Hilfsgütern versorgt wird.

Wegen der Taktik der Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi, sich unter die Zivilbevölkerung zu mischen, haben die Fälle von versehentlichem Beschuss der Rebellen durch die NATO zugenommen.

Die EU befürchtet eine dramatische Zuspitzung der humanitären Lage in der umkämpften libyschen Stadt Misrata. „Die Überlebensader, die Hilfsorganisationen über den Hafen gelegt haben, droht wegen der anhaltenden schweren Kämpfe gekappt zu werden“, erklärte EU-Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva.

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    Wegen der Bombardierung des Hafens sei die Evakuierung von Verletzten kaum noch möglich, die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten sei unterbrochen. „Wir bekommen Berichte, wonach die Krankenhäuser die wachsende Zahl an Verwundeten nicht mehr bewältigen können.“

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