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Libyenkonflikt Trump telefoniert mit General Haftar

Schützenhilfe für den „Warlord“: US-Präsident Trump hat Libyens General Haftar in einem Telefonat den Rücken gestärkt. Haftar will die Regierung in Tripolis militärisch niederkämpfen.
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Der libysche Kriegsherr  Khalifa Haftar (l.) marschiert auf Tripolis, um die Regierung des international anerkannten Premierminister Fayez al-Sarraj  (r) zu entmachten. US-Präsident Trump hat schon am Montag mit Haftar telefoniert, wie die US-Regierung erst am Freitag mitteilte. Quelle: AFP
Khalifa Haftar (l), Fayez al-Sarraj

Der libysche Kriegsherr Khalifa Haftar (l.) marschiert auf Tripolis, um die Regierung des international anerkannten Premierminister Fayez al-Sarraj (r) zu entmachten. US-Präsident Trump hat schon am Montag mit Haftar telefoniert, wie die US-Regierung erst am Freitag mitteilte.

(Foto: AFP)

Wast Palm Beach US-Präsident Donald Trump hat nach US-Angaben mit dem libyschen General Chalifa Haftar telefoniert, der derzeit mit einer Offensive gegen die international anerkannte Regierung vorgeht. Trump habe dabei die wichtige Rolle Haftars im Kampf gegen Terror und bei der Sicherung der libyschen Ölvorkommen betont, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Zudem hätten beide über eine gemeinsame Vorstellung zum Übergang Libyens in ein stabiles und demokratisches System diskutiert. Das Telefonat sei bereits am Montag geführt worden. Warum die US-Regierung dies erst am Freitag mitteilte, blieb offen.

Haftar will mit seinen Kämpfern, die den Namen Libysche Nationalarmee (LNA) tragen, die Regierung von Ministerpräsident Fajes al-Serradsch stürzen. Der General wird nach Angaben von EU-Diplomaten von Russland, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien unterstützt. Mit der LNA hat Haftar aus dem Osten des Landes heraus einen Vormarsch auf die von der offiziellen Regierung kontrollierte Hauptstadt Tripolis vorangetrieben.

Bei der Offensive starben nach UN-Angaben bislang dutzende Menschen, tausende sind auf der Flucht. Die Bundesregierung und die EU haben ein Ende der Kämpfe gefordert. Ein UN-Friedensplan für das zerrissene nordafrikanische Land ist durch den Vormarsch Haftars in Gefahr. Libyen ist ein wichtiges Transitland für Flüchtlinge, die Europa erreichen wollen.

Der Experte Jalel Harchaoui vom Clingendael Institut für internationale Beziehungen in Den Haag sagte, Trumps Telefonat sei als Unterstützung für Haftar zu verstehen. Das wiederum schaffe ein Umfeld, welches eine militärische Intervention ausländischer Staaten, etwa von Ägypten, wahrscheinlicher mache. Ein Grund für Trumps Anruf sei, dass sich Haftars Armee als weniger stark erwiesen habe als von diesem selbst erklärt.

  • rtr
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