Luftbetankung USA stoppen Hilfe für saudische Luftangriffe im Jemen

Bei der Betankung saudischer Flugzeuge, die im Bürgerkriegsland Jemen agieren, unterstützten zuletzt die USA. Damit soll nun Schluss sein.
Update: 10.11.2018 - 10:31 Uhr Kommentieren
Seit 2014 steht Saudi-Arabien an der Spitze einer Koalition arabischer Staaten gegen die Huthi-Milizen. Quelle: dpa
US-Koalition

Seit 2014 steht Saudi-Arabien an der Spitze einer Koalition arabischer Staaten gegen die Huthi-Milizen.

(Foto: dpa)

Dubai Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis im Jemen will seine Kampfjets nicht mehr von den USA in der Luft betanken lassen. Es habe um Beendigung der Luftbetankung gebeten, berichtete die staatliche Saudi Press Agency. Kurz zuvor hatten bereits Regierungsvertreter in Washington erklärt, das Pentagon wolle Schritte einleiten, um saudische Flieger im Jemenkonflikt nicht länger zu betanken.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kämpft gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Das Leid der Zivilbevölkerung hat weltweit zu Aufmerksamkeit für den Konflikt geführt und Kritik an Riad ausgelöst. Bei Luftangriffen der Koalition sind Berichten zufolge Tausende Zivilisten getötet worden - etwa bei Attacken auf Märkte und Krankenhäuser.

Aus US-Regierungskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AP, die Änderung an der Luftbetankung werde sich nicht auf die anderweitige US-Militärunterstützung für die Saudis auswirken. Außerdem habe Riad bereits vier Fünftel der notwendigen Luftbetankung abgedeckt.

Die Entscheidung der US-Regierung dürfte sich damit nur wenig auf den Konflikt an sich auswirken, Washington aber die Möglichkeit geben, zu erklären, es habe auf die Zerstörung der Saudis im Jemen reagiert. Das Verhältnis zwischen den USA und Saudi-Arabien ist zudem wegen der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi gespannt.

Saudi-Arabien hofft nach eigenen Angaben, dass baldige, von den Vereinten Nationen unterstützte Friedensgespräche „in einem Drittland“ helfen würden, den Krieg zu beenden, wie SPA berichtete. Der UN-Sonderbeauftragte Martin Griffiths hat gesagt, dass er mit den Kriegsparteien über eine neue Runde von Friedensgesprächen spreche.

In Huthi-Kreisen wurde die Nachricht vom Ende der US-Luftbetankung abgetan. „Wir haben eine klare Forderung, und das ist ein kompletter Stopp der saudischen Luftangriffe“, sagte ein Huthi, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP. „Wenn es ein Stopp der Luftangriffe gibt, dann können wir mit politischen Verhandlungen beginnen.“

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